Veronika Kerres, Obfrau der VinziRast und Marie-Isabelle Schallenberg ebenfalls von der VinziRast, zeigen Erzbischof Josef Grünwidl die Räumlichkeiten und machen Begegnungen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des CortiHauses möglich.
Als der Erzbischof zum Haus der Notschlafstelle kommt, ist gerade die Besprechung der Bewohnerinnen und Bewohner des CortiHauses zu Ende. Dabei wird besprochen, welche Aufgaben wer übernimmt und ob das Zusammenleben gut funktioniert. Im CortiHaus leben Menschen, die früher in der Notschlafstelle waren und nun eine dauerhafte Wohnmöglichkeit haben. Sie haben viel erlebt und sind dankbar, dass sie hier so unkompliziert Hilfe finden. Ein Bewohner ist sogar überzeugt: „Ich glaube nicht, dass ich noch am Leben wäre, wenn ich nicht in die Notschlafstelle gekommen wäre.“ Er ist seit Jahren im CortiHaus, die Menschen dort, sind zu seiner Familie geworden. Er hilft als Hausmeister mit, wenn er gebraucht wird.
Eine Frau, die sich in der VinziRast um die saubere Wäsche kümmert, erzählt stolz, dass sie früher hier gewohnt hat und seit kurzem eine Gemeindewohnung erhalten hat. Sie ist, so Obfrau Kerres, ein Beispiel dafür, wie der Idealfall ist. Nämlich, dass man durch die Hilfe der VinziRast wieder im Leben Fuß fasst.
Die Bewohnerinnen und Bewohner vom CortiHaus freuen sich sehr über den Besuch des Erzbischofs, sie erzählen ihm ihre Lebensgeschichte, sprechen über ihren Glauben und ein schwerkranker Mann bittet um einen Segen.
Anschließend zeigen Kerres und Schallenberg die Räumlichkeiten der Notschlafstelle. Sie hat Platz für 48 Gäste in Stockbetten. Wer einen Platz erhält, kann sich außerdem duschen, bekommt frische Kleidung und eine warme Mahlzeit. Wenn man einen Bettplatz erhält, darf man ihn für 30 Tage verwenden, somit wird einem die Unsicherheit genommen, wo man am nächsten Tag schlafen soll. Man erhält den Platz unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Aufenthaltsstatus. Einzige Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass sich die Gäste friedlich und rücksichtsvoll verhalten, auch Hunde sind willkommen.
Erzbischof Grünwidl zeigt sich begeistert über die Hilfe, die den Menschen hier durch viel ehrenamtliches Engagement geschenkt wird. Er zitiert einen Satz von Adolf Kolping, der ihn sehr berührt und der gut zur VinziRast passe: ‚Was du im Großen nicht verändern kannst, sollst du im Kleinen nicht unversucht lassen.‘
Ermöglicht werden die Notschlafstelle und das CortiHaus durch private Spenden und viele Ehrenamtliche. Auch die Obfrau Veronika Kerres macht Nachtdienste. Sie schlafe übrigens sehr gut, denn es gäbe kaum lautere Nächte. „Es sind ja alle müde, jeder möchte einfach nur in Ruhe schlafen.“
Unterstützung
Wer die VinziRast unterstützen möchte, kann sich ehrenamtlich melden oder den Verein mit einer Spende unterstützen.