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22.05.2026

Öffentliche Vorlesung in Wien: Neue Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. im Fokus

Mit „Magnifica humanitas“ legt Papst Leo XIV. seine erste Sozialenzyklika vor – und stellt darin die Frage ins Zentrum, wie Künstliche Intelligenz dem Menschen dienen kann, ohne Würde, Freiheit und Gerechtigkeit zu gefährden. Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung der neuen Enzyklika ordnet der Sozialethiker Univ.-Prof. Dr. Alexander Filipović das historische Lehrschreiben an der Universität Wien öffentlich ein, vor Ort im Franz-König-Saal und im Livestream.

Am Mittwoch, 27. Mai 2026, von 9:45 bis 11:15 Uhr, lädt die Universität Wien zu einer öffentlichen Vorlesung über die neue Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. ein. Die Veranstaltung findet im Franz-König-Saal, Hörsaal 06, im Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, statt und wird zusätzlich per Livestream übertragen.

 

Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung des päpstlichen Lehrschreibens bietet der Sozialethiker Univ.-Prof. Dr. Alexander Filipović eine erste fundierte Einordnung. Die Vorlesung ist Teil der Lehrveranstaltung zur Christlichen Sozialethik und richtet sich ausdrücklich an Studierende, Universitätsangehörige sowie an alle Interessierten aus Kirche, Medien, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  Mit „Magnifica humanitas“ legt Papst Leo XIV. seine erste Enzyklika vor. Schon jetzt wird das Dokument als historisch bedeutsam wahrgenommen, weil es sich einer der zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit widmet: dem Verhältnis von Mensch, Gesellschaft und Künstlicher Intelligenz. Die rasante Entwicklung von KI verändert Arbeitswelt, Bildung, Medien, Demokratie und Kultur tiefgreifend. Genau hier setzt die neue Sozialenzyklika an und stellt die Bewahrung des Humanen in den Mittelpunkt.

 

Im Zentrum steht die Frage, wie technischer Fortschritt dem Menschen dienen kann, ohne Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit zu gefährden. Papst Leo XIV. greift damit die „Zeichen der Zeit“ auf und knüpft an die Tradition der katholischen Soziallehre an. Erwartet wird, dass die Enzyklika klassische Grundprinzipien wie Menschenwürde, Gemeinwohl, Solidarität und Gerechtigkeit mit den aktuellen ethischen Herausforderungen der digitalen Transformation verbindet.

 

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf demokratische Prozesse, öffentliche Kommunikation und Bildung. Auch die Zukunft menschlicher Arbeit steht im Fokus: Welchen Wert hat Arbeit in einer zunehmend automatisierten Welt? Wie können digitale Abhängigkeiten, soziale Kontrolle und neue Formen von Ungleichheit verhindert werden? Angesichts globaler Spannungen dürfte auch der Einsatz von KI in moderner Waffentechnik kritisch beleuchtet werden.

 

Die Veranstaltung wird vom Fachbereich Sozialethik am Institut für Systematische Theologie und Ethik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien in Kooperation mit der ksoe (Katholische Sozialakademie Österreichs) organisiert.

 

Da die Plätze im Franz-König-Saal begrenzt sind, wird die Vorlesung zusätzlich live im Internet übertragen. Interessierte können somit entweder vor Ort in Wien teilnehmen oder die Analyse und Diskussion online verfolgen.

 

red/gs