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Plakat Pride Prayer
Pride Prayer / Plakat Pride Prayer
03.06.2026

Pride Prayer: Ökumenischer Gottesdienst zur Vienna Pride

Unter dem Motto „Atmen und Aufstehen“ findet am 10. Juni 2026 um 19 Uhr der diesjährige ökumenische Pride Prayer in der Reformierten Stadtkirche statt. Beauftragter für Regenbogenpastoral der Erzdiözese Wien, Jansen: "Faith spaces must be safe places.

Unter dem Motto "Atmen und Aufstehen" findet am 10. Juni um 19 Uhr der diesjährige ökumenische Pride Prayer in der Reformierten Stadtkirche Wien statt. Der Gottesdienst lade "queere Menschen, Verbündete sowie alle Interessierten ein, gemeinsam Glauben, Hoffnung, Widerstandskraft und Gemeinschaft zu feiern", hieß es in einer Aussendung des ökumenischen Netzwerks VCQN (Vienna Christian Queer Network), das auch vonseiten der katholischen Regenbogenpastoral unterstützt wird.

 

"Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Rückschritte braucht es Räume, in denen queere Menschen sichtbar sein können, Kraft schöpfen und Solidarität erfahren", so die evangelische Pfarrerin und Koordinatorin, Katharina Payk.

Es gehe "um den Respekt vor einer anderen Person und ihrer Lebensgeschichte", meinte dazu Pfarrer Gregor Jansen vom Leitungsteam der römisch-katholischen Regenbogenpastoral Österreich. Viele homosexuelle und transidente Menschen hätten lange mit ihrer Identität im Spannungsfeld von Glauben und Kirche gerungen, "wie sie in Bezug auf ihren Glauben und in ihren Kirchen ihre Identität furchtlos leben und zeigen können. Das nötigt mir großen Respekt ab", so Jansen. Daher gelte: "Faith spaces must be safe places."


"Atmen und Aufstehen"

Laut Veranstaltern werden weltweit LGBTIQ-Personen nach wie vor diskriminiert, kriminalisiert und verfolgt. "In manchen Ländern sind sie sogar von Folter oder Todesstrafe bedroht. Auch innerhalb kirchlicher Strukturen erleben viele queere Menschen weiterhin Ablehnung, Vorurteile oder Verletzungen", hieß es. Dem wolle man mit dem Pride Prayer eine andere Botschaft entgegenstellen: eine Kirche, die Vielfalt lebt, Menschen stärkt und Glauben nicht gegen, sondern gemeinsam mit queeren Menschen gestaltet. Das Motto "Atmen und Aufstehen" stehe dabei für Hoffnung, Selbstermächtigung und das gemeinsame Aufstehen gegen Ausgrenzung und Angst.


Auch Lukas Hauser, Vorsitzender der Evangelischen Jugend Österreich und Mitwirkender beim Pride Prayer, betonte die Relevanz von Räumen für Unterstützung, Anerkennung und Austausch in der Kirche: "Angebote in der queeren Jugendarbeit und der Pride Prayer machen sichtbar, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist und seinen Platz in der Gemeinschaft hat."


Seit 2023

Der Pride Prayer wird seit mehr als zehn Jahren im Rahmen der Vienna Pride in wechselnden evangelischen und katholischen Kirchen gefeiert und von evangelischen, katholischen, altkatholischen und freikirchlichen Akteurinnen und Akteuren gemeinsam gestaltet. Liturgie, Musik und Organisation werden dabei ökumenisch verantwortet. Ziel ist es nach Angaben der Veranstalter, kirchliche Räume als Orte der Sichtbarkeit, Stärkung und Begegnung für queere Menschen zu öffnen.


Unter den Veranstaltern befinden sich u.a. der Verein EvanQueer, die römisch-katholischen Regenbogenpastoral, die Altkatholische Kirche sowie die Metropolitan Community Church (MCC). Auch das ökumenische Vienna Christian Queer Network (VCQN) ist beteiligt, das seit 2025 kirchliche Angebote rund um die Vienna Pride organisiert; weiters koordiniert das Netzwerk auch die "Queeren Kreuzwege" sowie die Schöpfungsfeier "Abrakadabra - und es war gut" im Herbst 2026.

 

Pride Prayer 2026 „Atmen und Aufstehen“

Dienstag, 10. Juni 2026, 19 Uhr

Reformierte Stadtkirche Wien

Dorotheergasse 16, 1010 Wien

 

Die Kirche soll an diesem Abend ein Ort des gemeinsamen Atemholens, der Spiritualität, der Sichtbarkeit und des Miteinanders sein.

 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Kirche ist mit Rollstuhl befahrbar. Eine große Toilette steht in der benachbarten evang. Gemeinde zur Verfügung. Eine Induktionsschleife ist vorhanden.