Geboren am 30. November 1932 in Ratten, Steiermark, wuchs sie in Brunn am Gebirge und später in Wien auf, wo sie zur Schneiderin ausgebildet wurde. Aus dem religiösen Geist ihrer Familie und ihrem Engagement in der katholischen Jugend erwuchs die Berufung zum Ordensleben und zum Dienst an den Kranken. 1953 trat sie in die Ordensgemeinschaft ein, 1959 schloss sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester ab und legte im selben Jahr die ewige Profess ab.
Bis 1988 wirkte Sr. M. Berchmana als engagierte, fachlich versierte Krankenschwester – in Wiener Neustadt und später im Hartmannspital, dem heutigen Franziskusspital in Wien. Geschätzt wurde sie vor allem für ihr Beispiel als Ordensfrau: tiefe Gottesbeziehung, würdevoll gelebte Liturgie, innige Marienverehrung – und für ihre Freude am gemeinschaftlichen Leben, das sie mit eigenen Gedichten, Liedern und heiteren Theaterstücken bereicherte. Später übernahm sie Verantwortung als Oberin in Wiener Neustadt, im Mutterhaus und im Josefsheim in Wien-Ober St. Veit sowie als Generalrätin der Ordensleitung. Nach ihrer Amtszeit blieb sie dem Josefsheim verbunden und widmete sich der Gartenpflege, ehe sie 2017 ins Mutterhaus zurückkehrte.
Trotz zunehmender Schwerhörigkeit blieb sie interessiert an Gemeinschaft, Kirche und Welt und war beliebt für ihre Güte, Friedfertigkeit und Disziplin. Die Beschwernisse des Alters trug sie gelassen. Zeitlebens begleitete sie ihre Angehörigen mit Anteilnahme und Gebet.
Begräbnis: Freitag, 24. Juli 2026, 13:00 Uhr, Friedhof Wien-Ober St. Veit, anschließend hl. Messe im Pflegewohnheim San Damiano, Josef-Kraft-Weg 9.