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Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub, Stephan Schönlaub
07.08.2026

Diakon Karl Wodak verstorben

Karl Wodaks am Dienstag, den 4. August 2026, im 96. Lebensjahr verstorben . Als Diakon und  „Herz der Pfarre Kledering“ bleibt er vielen in  Erinnerung.

Karl Wodak wurde am 10. September 1930 in Gainfarn in Niederösterreich geboren. Seine Mutter arbeitete in einer Weberei in Bad Vöslau, sein Vater war lange Zeit arbeitslos. Die Ehe der Eltern wurde 1936 geschieden.

 

Der Vater heiratete später eine Witwe, und die Kinder – Karl hatte einen Bruder und eine Schwester – zogen mit ihm nach Kaiserebersdorf. Dort besuchte er die Volksschule und anschließend die Hauptschule am Enkplatz. Seine Kindheit und Jugend waren von familiären Brüchen und schwierigen Lebensumständen geprägt.

 

Nach dem Krieg begann Karl eine Lehre als Installateur, die er 1949 mit der Gesellenprüfung abschloss. Anschließend arbeitete er bei der Generali Versicherung zunächst als Heizer. Neben seiner Berufstätigkeit holte er die Handelsschule nach und schloss sie mit der B-Matura ab. Danach war er 39 Jahre lang als Kanzleikraft bei der Generali beschäftigt.

 

Durch einen engagierten Kaplan fand Karl zur Katholischen Jugend Altsimmering. Bei einem Pfarrausflug nach Obertauern lernte er 1948 Maria kennen und lieben. Von ihrer Familie wurde er herzlich aufgenommen. In Mariazell fand die kirchliche Verlobung statt, bald darauf wurde geheiratet. Drei Töchter machten das Familienglück vollkommen.

 

Sein Leben lang war Karl sportlich aktiv. Viele Jahre fuhr er begeistert Motorrad. Beim Leichtathletikclub LAC war er als Mittel- und Langstreckenläufer aktiv. Zweimal wurde er österreichischer Staatsmeister im Marathonlauf. Darüber hinaus nahm er an zahlreichen Marathonläufen im In- und Ausland teil.

 

Im Herbst seines Lebens folgte Karl seiner Berufung zum Diakon. Am 19. Oktober 1991 empfing er die Weihe. Bis zuletzt war er das Herz der Pfarre Kledering.

 

Nun ist Karl zu seinem und unserem Vater heimgekehrt. In dankbarer Erinnerung bleiben sein Leben, sein Glaube und sein unermüdliches Engagement. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen bei Gott, in der Herrlichkeit des Himmels, begleitet den Abschied.