Am 13. August vor 220 Jahren wurde Michael Haydn, der jüngere Bruder Joseph Haydns, auf dem Salzburger Petersfriedhof beigesetzt. Mehr als vier Jahrzehnte lang prägte er das Musikleben der Stadt und wurde zu einem wichtigen Vorbild für Wolfgang Amadeus Mozart. Michael Haydn stand seinerseits unter dem Einfluss von Johann Ernst Eberlin. Dieser hatte vor genau 300 Jahren seine Tätigkeit in Salzburg aufgenommen und die dortige barocke Musiktradition um neue stilistische Elemente bereichert. Beim Hochamt am kommenden Sonntag in der Wiener Augustinerkirche ist Eberlins Missa solemnis brevis in C zu hören. Auf dem Programm steht außerdem das stilistisch verwandte Offertorium Benedictus sit Deus KV 117 von Wolfgang Amadeus Mozart. Der damals zwölfjährige Komponist schrieb und dirigierte das Werk anlässlich der Weihe der Wiener Waisenhauskirche.
Als Postludium spielt Titularorganist Prof. Wolfgang Capek die Toccata in C-Dur von Franz Schmidt – eines der bekanntesten Orgelwerke des spätromantischen österreichischen Komponisten. Die ehemalige kaiserliche Hofpfarrkirche St. Augustin in der Wiener Innenstadt gilt als bedeutendes europäisches Zentrum der klassischen Kirchenmusik. Ihre allsonntäglichen Hochämter sind weit über Wien hinaus bekannt. Neben der örtlichen Gottesdienstgemeinde besuchen zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland die feierliche Liturgie.
Veranstaltung
Hochamt mit P. Matthias Schlögl OSA
Sonntag, 16. August, 11 Uhr
Pfarrkirche St. Augustin
Josefsplatz, 1010 Wien
[www.augustiner.at]