Donnerstag 13. August 2026

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© Missio / Georg Wilke
13.08.2026

Missio Österreich: Von Wien aus für die Weltkirche

Nach zehn Jahren an der Spitze der Päpstlichen Missionswerke übergibt P. Karl Wallner die Leitung an den Tiroler Priester Johannes Laichner. Unter Wallner wurde besonders der Standort Wien zu einem Zentrum für Gebet, digitale Glaubensvermittlung und Jugendpastoral.

Mit 1. September übernimmt Johannes Laichner die Leitung von Missio Österreich. Er folgt auf den Heiligenkreuzer Zisterzienser P. Karl Wallner, der die Päpstlichen Missionswerke zehn Jahre lang als Nationaldirektor geprägt hat.

 

Wallner habe die Weltkirche für viele Menschen in Österreich erfahrbarer gemacht und zugleich mehr Unterstützerinnen und Unterstützer für die Hilfe an notleidenden Menschen gewonnen, würdigte Missio sein Wirken.

 

Tägliche Messe aus Wien

Unter Wallner setzte Missio verstärkt auf Gebet und digitale Angebote. Mehr als 10.000 Menschen weltweit schlossen sich seit 2017 der Gebetsaktion „Gott kann“ an. Seit 2020 wird außerdem täglich die Heilige Messe aus der „Licht-der-Völker-Kapelle“ in der Wiener Missio-Nationaldirektion live im Internet übertragen.

 

Auch der YouTube-Kanal wurde ausgebaut. Neben Gottesdiensten zeigt er Reportagen aus der Weltkirche und dokumentiert, wie kirchliche Einrichtungen Menschen in entlegenen Regionen mit sozialer Hilfe und pastoraler Begleitung unterstützen.

 

Spenden mehr als verdoppelt

Auch wirtschaftlich verzeichnete Missio Österreich starkes Wachstum: Das Spendenvolumen stieg von 9,7 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 21,2 Millionen Euro im Jahr 2025 – ein Plus von rund 117 Prozent. Allein 2025 wurden weltweit 739 Hilfsprojekte unterstützt, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Seelsorge.

 

Mehr als 7.400 Priesterpatenschaften ermöglichen 2026 jungen Männern im Globalen Süden eine Ausbildung und stärken damit langfristig die Kirchen vor Ort.

 

Junge Menschen beten im Wiener Stephansdom

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Jugendarbeit. „Young Missio“ vernetzt seit knapp zehn Jahren christliche Jugendbewegungen in ganz Österreich.

 

Ein sichtbarer Mittelpunkt dieser Arbeit ist das „Young Mission Praise“ im Wiener Stephansdom. Viermal jährlich kommen dort Jugendliche und junge Erwachsene zu einem großen Gebetsabend zusammen. Über Instagram erreicht Young Missio nach eigenen Angaben zudem durchschnittlich rund 200.000 junge Menschen pro Monat.

 

Damit ist Missio Österreich heute weit mehr als eine Hilfsorganisation: Von Wien aus verbindet das Werk Gebet, Glaubensvermittlung und konkrete Unterstützung für Menschen weltweit.