Schon im Stadtplan Wiens zeichnet eine eigene katholische Landschaft ab – oft sichtbar, manchmal verborgen und nicht selten überraschend. Die folgende Übersicht macht diese Spuren bezirksweise sichtbar.
1. Bezirk – Innere Stadt
- Abraham-a-Sancta-Clara-Gasse – nach Abraham a Sancta Clara (1644–1709), Augustiner-Barfüßer, Prediger und Schriftsteller.
- Annagasse – nach der hl. Anna; der Name steht im Zusammenhang mit der früheren Annenkapelle bzw. Annenkirche.
- Augustinerstraße – nach dem Augustinerkloster und der Augustinerkirche.
- Barbaragasse – nach der hl. Barbara bzw. der Barbarakirche.
- Domgasse – nach dem Stephansdom; der Straßenname verweist unmittelbar auf die Domkirche St. Stephan.
- Dominikanerbastei – nach der früheren Dominikanerbastei, die ihren Namen vom benachbarten Dominikanerkloster und der Dominikanerkirche erhielt.
- Dorotheergasse – nach dem ehemaligen Dorotheerkloster bzw. der hl. Dorothea.
- Dr.-Ignaz-Seipel-Platz – nach Ignaz Seipel (1876–1932), Priester, Prälat und österreichischer Bundeskanzler.
- Ebendorferstraße - nach Thomas Ebendorfer (1388–1464) benannt, einem Theologen, Geschichtsschreiber und Rektor der Universität Wien und Teilnehmer am Konzil von Basel
- Franziskanerplatz – nach dem Franziskanerkloster und der Franziskanerkirche.
- Himmelpfortgasse – nach dem ehemaligen Frauenkloster St. Agnes in der Himmelpforte.
- Jakobergasse – nach dem ehemaligen Kloster bzw. der Kirche St. Jakob.
- Jesuitengasse – nach dem Jesuitenorden und seiner Niederlassung bei der Jesuitenkirche.
- Johannesgasse – nach der Johanneskirche bzw. Johannes dem Täufer; die heutige Malteserkirche trägt das Patrozinium St. Johannes der Täufer.
- Laurenzerberg – nach dem früheren Laurenzkloster bzw. dem hl. Laurentius.
- Marco-d’Aviano-Gasse – nach dem sel. Marco d’Aviano (1631–1699), Kapuziner und Prediger.
- Marienstiege – nach Maria am Gestade und damit nach der Gottesmutter Maria.
- Michaelerplatz – nach der Michaelerkirche bzw. dem Erzengel Michael.
- Minoritenplatz – nach den Minoriten, einem Zweig des Franziskanerordens, und ihrer Kirche.
- Mölker Bastei – nach dem Melker Hof des Benediktinerstifts Melk; „Mölk“ ist eine ältere Namensform von Melk.
- Mölker Steig – wie die Mölker Bastei nach dem Melker Hof und damit nach dem Benediktinerstift Melk.
- Nikolaigasse – nach dem früheren Nikolaikloster bzw. dem hl. Nikolaus.
- Passauer Platz – nach dem Passauer Hof und dem Bistum Passau, zu dem Wien kirchlich über Jahrhunderte gehörte.
- Petersplatz – nach der Peterskirche bzw. dem Apostel Petrus.
- Predigergasse – nach den Dominikanern, die traditionell als Predigerorden bezeichnet werden.
- Ruprechtsplatz – nach der Ruprechtskirche und dem hl. Rupert.
- Salvatorgasse – nach St. Salvator, also Christus als Erlöser; Bezug zur Salvatorkapelle im Alten Rathaus.
- Schottenbastei – nach dem Schottenstift.
- Schottengasse – nach dem Schottenstift und seinen Benediktinern.
- Schottenring – nach dem Schottenstift.
- Stephansplatz – nach dem Stephansdom und damit nach dem hl. Stephanus, dem ersten Märtyrer.
- Wiesingerstraße – nach Albert Wiesinger (1830–1896), katholischer Priester, Journalist und Sozialpolitiker.
2. Bezirk – Leopoldstadt
- Alexander-Poch-Platz – nach Alexander Poch (1904–1966), katholischem Priester und Pfarrer der Leopoldskirche.
- Arnezhoferstraße – nach Johann Ignaz Arnezhofer (1640–1679), katholischem Priester und erstem Pfarrer der Leopoldskirche.
- Große Pfarrgasse – nach der Pfarrkirche St. Leopold.
- Johannes-von-Gott-Platz – nach dem hl. Johannes von Gott, Ordensgründer der Barmherzigen Brüder.
- Karmelitergasse – nach dem Karmelitenkloster und dem Karmeliterorden.
- Karmeliterplatz – nach dem Karmelitenkloster und dem Karmeliterorden.
- Nepomukgasse – nach dem hl. Johannes Nepomuk.
- Sebastian-Kneipp-Gasse – nach Sebastian Kneipp (1821–1897), katholischem Priester und Begründer der Kneipptherapie.
3. Bezirk – Landstraße
- Apostelgasse – nach den Aposteln; die Benennung steht in engem Zusammenhang mit dem Patrozinium der Rochuskirche bzw. dem kirchlichen Umfeld.
- Kardinal-Nagl-Platz – nach Kardinal Franz Xaver Nagl (1855–1913), Erzbischof von Wien.
- Karl-Borromäus-Platz – nach dem hl. Karl Borromäus.
- Kolonitzgasse – nach Kardinal Leopold Karl von Kollonitsch (1631–1707), Erzbischof von Esztergom und bedeutender Kirchenmann.
- Kolonitzplatz – wie die Kolonitzgasse nach Kardinal Leopold Karl von Kollonitsch.
- Marxergasse – nach Anton Marxer (1703–1775), Weihbischof und Generalvikar in Wien.
- Paulusgasse – nach dem Apostel Paulus.
- Paulusplatz – nach dem Apostel Paulus.
- Petrusgasse – nach dem Apostel Petrus.
- Pfarrhofgasse – nach dem Pfarrhof der Rochuskirche.
- Rochusgasse – nach dem hl. Rochus bzw. der Rochuskirche.
- Rochusplatz – nach dem hl. Rochus bzw. der Rochuskirche.
- Salesianergasse – nach dem Kloster der Salesianerinnen.
- Veithgasse – nach Johann Emanuel Veith (1787–1876), katholischem Priester, Prediger und Schriftsteller.
- Victor-Braun-Platz – nach Peter Viktor Braun (1825–1882), katholischem Priester und Ordensgründer.
4. Bezirk – Wieden
- Karlsgasse – nach der Karlskirche und damit mittelbar nach dem hl. Karl Borromäus.
- Kreuzherrengasse – nach dem Orden der Kreuzherren mit dem Roten Stern.
- Paulanergasse – nach dem Paulanerorden, dessen Gründer der hl. Franz von Paola war.
- St.-Elisabeth-Platz – nach der Pfarrkirche St. Elisabeth bzw. der hl. Elisabeth von Thüringen.
5. Bezirk – Margareten
- Margareten (Bezirks-/Ortsname) – der Bezirks- und Ortsname geht auf die hl. Margareta von Antiochia bzw. eine ihr geweihte Kapelle im ehemaligen Gut Margareten zurück.
- Christophgasse – nach einem alten Hausschild bzw. Hauszeichen „Zum hl. Christoph“ und damit nach dem hl. Christophorus.
- Margaretengürtel – nach Margareten und damit mittelbar nach der hl. Margareta von Antiochia.
- Margaretenplatz – nach Margareten und damit mittelbar nach der hl. Margareta von Antiochia.
- Margaretenstraße – nach Margareten und damit mittelbar nach der hl. Margareta von Antiochia.
- Grünwaldgasse – nach Josef Grünwald (1840–1910), katholischem Priester und Pfarrer.
- Scalagasse – nach Johann Scala, katholischem Priester und Pfarrer.
- Sankt-Johann-Gasse – nach der früheren kirchlichen St.-Johann-Anlage bzw. dem St.-Johann-Spital.
- Stauraczgasse – nach Franz Stauracz, katholischem Priester.
- Storkgasse – nach Johann Friedrich Stork, katholischem Priester und Pädagogen.
- Wimmergasse – nach Gottlieb August Wimmer (1791–1863), evangelischem Pfarrer.
- Zeinlhofergasse – nach Johann Georg Zeinlhofer, katholischem Priester.
6. Bezirk – Mariahilf
- Mariahilf (Bezirks-/Ortsname) – der Bezirksname geht auf die Kirche und das Gnadenbild „Mariahilf“ zurück.
- Barnabitengasse – nach dem Barnabitenorden.
- Capistrangasse – nach dem hl. Johannes Capistran (1386–1456), Franziskaner und Prediger.
- Dominikanergasse – nach dem Dominikanerorden bzw. einer dominikanischen Niederlassung.
- Königsklostergasse – nach dem ehemaligen Königinkloster, einem Klarissenkloster „St. Maria, Königin der Engel“.
- Magdalenenstraße – nach der hl. Maria Magdalena bzw. einer ihre gewidmete kirchliche Einrichtung.
- Mariahilfer Gürtel – nach Mariahilf und damit nach dem Gnadenbild „Mariahilf“.
- Mariahilfer Straße – nach Mariahilf bzw. dem Gnadenbild „Mariahilf“; die Straße verläuft auch durch bzw. an den Bezirken 7 und 15.
- Theobaldgasse – nach dem ehemaligen Theobaldkloster bzw. einer dem hl. Theobald verbundenen kirchlichen Tradition.
- Ägidigasse – nach der früheren Ägidikirche und damit nach dem hl. Ägidius.
7. Bezirk – Neubau
- Kirchengasse – nach ihrer Lage bei der Mariahilfer Kirche.
- Mechitaristengasse – nach den armenisch-katholischen Mechitaristen und ihrem Wiener Kloster.
- St.-Ulrichs-Platz – nach der Kirche St. Ulrich bzw. dem hl. Ulrich von Augsburg.
- Urban-Loritz-Platz – nach Urban Loritz (1807–1881), Benediktiner und Pfarrer.
- Zitterhofergasse – nach Ambros Gustav Zitterhofer (1845–1921), Benediktiner und Priester.
- Mariahilfer Straße – siehe 6. Bezirk; benannt nach dem Gnadenbild „Mariahilf“.
8. Bezirk – Josefstadt
- Florianigasse – nach dem hl. Florian.
- Krotenthallergasse – nach Anton Krotenthaller, katholischem Priester und Pfarrer.
- Maria-Treu-Gasse – nach der Piaristenkirche Maria Treu und damit nach Maria.
- Piaristengasse – nach dem Piaristenorden.
9. Bezirk – Alsergrund
- Grundlgasse – nach Anton Grundl, katholischem Priester.
- Latschkagasse – nach Adam Latschka, katholischem Priester.
- Michelbeuerngasse – nach dem historischen Michelbeuern, einem Grundbesitz des Benediktinerstifts Michaelbeuern.
- Michelbeuern-AKH (U-Bahn-Station) – die U-Bahn-Station trägt den historischen Ortsnamen Michelbeuern und erinnert damit ebenfalls an den Besitz des Benediktinerstifts Michaelbeuern.
- Peregringasse – nach dem hl. Peregrin Laziosi, einem Servitenheiligen.
- Schwarzspanierstraße – nach den sogenannten Schwarzspaniern, Benediktinern der Abtei Montserrat, die hier Kloster und Kirche hatten.
- Servitengasse – nach dem Servitenorden und seiner Kirche.
- Severingasse – nach dem hl. Severin von Noricum.
- Tendlergasse – nach Franz Tendler, katholischem Priester und Redemptoristen.
10. Bezirk – Favoriten
- Antonsplatz – nach der Pfarrkirche St. Anton bzw. dem hl. Antonius von Padua.
- Hantzenbergergasse – nach Jakob Hantzenberger, katholischem Priester.
- Heilandssiedlung (Siedlungsname) – religiöse Bezeichnung mit unmittelbarem Bezug zu Jesus Christus als „Heiland“.
- Jungbauerweg – nach Raimund Jungbauer, katholischem Priester.
- Liebfrauengasse – nach der traditionellen Marienbezeichnung „Unsere Liebe Frau“.
- Salvatorianerplatz – nach den Salvatorianern und ihrer Kirche; der Ordensname verweist auf Christus als Salvator, den Erlöser.
- Urselbrunnengasse (indirekt) – nach einem historischen Flurnamen auf Grundbesitz des Ursulinenklosters; kirchlicher Bezug indirekt.
- Vollnhoferplatz – nach Josef Vollnhofer, katholischem Priester.
11. Bezirk – Simmering
- Anton-Steinböck-Gasse – nach Anton Steinböck, katholischem Priester und Pfarrer.
- Anton-Stilling-Platz – nach Anton Stilling, katholischem Priester und Pfarrer.
- Gassnergasse – nach Johann Joseph Gassner (1727–1779), katholischem Priester und Exorzisten.
- Katschthalergasse – nach Kardinal Johannes Baptist Katschthaler (1832–1914), Erzbischof von Salzburg.
- Klebindergasse – nach einem katholischen Priester bzw. Pfarrer dieses Namens.
- Kobelgasse – nach Johann Kobel, katholischem Priester und Pfarrer.
- Konrad-Thurnher-Gasse – nach Konrad Thurnher, katholischem Priester und Pfarrer.
- Molitorgasse – nach einem katholischen Pfarrer dieses Namens.
- Mutter-Teresa-Gasse – nach der hl. Teresa von Kalkutta (Mutter Teresa).
- Münnichplatz – nach einem katholischen Priester bzw. Pfarrer dieses Namens.
- Pater-Schuster-Gasse – nach Pater Ignaz Schuster, katholischem Ordenspriester.
- Pfaffenaugasse (indirekt) – nach einem alten Flurnamen; „Pfaffenau“ verweist auf kirchlichen bzw. geistlichen Grundbesitz.
- Schaludekgasse – nach einem katholischen Pfarrer dieses Namens.
- Schwester-Maria-Restituta-Gasse – nach der sel. Maria Restituta Kafka (1894–1943), Franziskanerin von der christlichen Liebe und NS-Märtyrerin.
- Trinkhausstraße – nach Jakob Trinkhaus, katholischem Priester und Pfarrer.
12. Bezirk – Meidling
- Hanauskagasse – nach Leopold Hanauska, katholischem Priester und Pfarrer in Meidling.
- Khleslplatz – nach Kardinal Melchior Khlesl (1552–1630), Bischof von Wien.
- Koppreitergasse – nach Sebastian Koppreiter, katholischem Priester und erstem Pfarrer von Meidling.
- Rohrwassergasse – nach Franz Rohrwasser, katholischem Priester und Pfarrer in Hetzendorf.
- Wittmayergasse – nach Josef Leopold Widmayer/Wittmayer, katholischem Priester und erstem Pfarrer von Altmannsdorf.
13. Bezirk – Hietzing
- Am Platz (indirekt) – der Platz vor der Pfarrkirche Maria Hietzing trug historisch den Namen St.-Marien-Platz; der heutige Name ist topographisch, der kirchliche Zusammenhang bleibt jedoch ortsgeschichtlich prägend.
- Angermayergasse – nach Anton Angermayer, katholischem Priester und Pfarrer.
- Erzbischofgasse – nach dem erzbischöflichen Schloss bzw. kirchlichem Besitz.
- Eustachiusweg – nach dem hl. Eustachius.
- Gusindegasse – nach Martin Gusinde (1886–1969), Priester, Steyler Missionar und Ethnologe.
- Hildegard-Teuschl-Weg – nach Hildegard Teuschl (1937–2009), Ordensfrau der Caritas Socialis.
- Kardinal-König-Platz – nach Kardinal Franz König (1905–2004), Erzbischof von Wien.
- Kardinal-Piffl-Gasse – nach Kardinal Friedrich Gustav Piffl (1864–1932), Erzbischof von Wien.
- Nikolausgasse – nach der ehemaligen Nikolaikapelle und damit nach dem hl. Nikolaus.
- Pflieglergasse – nach Michael Pfliegler (1891–1972), katholischem Priester und Pastoraltheologen.
- Schrefelplatz – nach Anton Schrefel, katholischem Priester.
- St.-Hubertus-Platz – nach der Kirche St. Hubertus und Christophorus bzw. dem hl. Hubertus.
- Veitingergasse (indirekt) – nach dem historischen „Veitinger Feld“, dessen Name auf St. Veit zurückgeht; der Heiligenbezug ist damit indirekt.
14. Bezirk – Penzing
- Abraham-a-Sancta-Clara-Straße – nach Abraham a Sancta Clara, Augustiner-Barfüßer und Prediger.
- Albert-Schweitzer-Gasse – nach Albert Schweitzer (1875–1965), evangelischem Theologen, Organisten und Missionsarzt.
- Deutschordensstraße, in Erinnerung daran, dass in genau dieser Gegend über Jahrhunderte hinweg großen Grundbesitz hatte
- Einwanggasse – nach Georg Einwang, katholischem Priester und Pfarrer.
- Gruschaplatz – nach Kardinal Anton Josef Gruscha (1820–1911), Erzbischof von Wien.
- Jakob-Gremdlinger-Straße – nach Jakob Gremdlinger, katholischem Priester und Pfarrer.
- Jakob-Kern-Weg – nach dem sel. Jakob Kern (1897–1924), Prämonstratenser und Priester.
- Kefergasse – nach Josef Kefer, katholischem Priester und Pfarrer.
- Keilstraße – nach Heinrich Kail/Keil, katholischem Priester und Pfarrer.
- Missongasse – nach Joseph Misson (1803–1875), katholischem Priester und Mundartdichter.
- Muthsamgasse – nach Franz Xaver Muthsam, katholischem Priester und Pfarrer.
- Obermaissergasse – nach Johann Obermaisser, katholischem Priester und Pfarrer.
- Samptwandnergasse – nach einem katholischen Pfarrer dieses Namens.
15. Bezirk – Rudolfsheim-Fünfhaus
- Kardinal-Rauscher-Platz – nach Kardinal Joseph Othmar von Rauscher (1797–1875), Erzbischof von Wien.
- Künstlergasse – nach Josef Ferdinand Künstler, katholischem Priester und Pfarrer.
- Mariahilfer Straße – siehe 6. Bezirk; der Name geht auf das Gnadenbild „Mariahilf“ zurück.
- Pater-Schwartz-Gasse – nach dem sel. Anton Maria Schwartz (1852–1929), Priester und Gründer der Kalasantiner.
16. Bezirk – Ottakring
- Beringgasse – nach Gottfried Bering, katholischem Priester und Pfarrer.
- Ganglbauergasse – nach Kardinal Cölestin Joseph Ganglbauer (1817–1889), Erzbischof von Wien.
- Johannes-Krawarik-Gasse – nach Johannes Krawarik, katholischem Priester und Domkurat.
- Landsteinergasse – nach Karl Borromäus Landsteiner, katholischem Priester.
- Mildeplatz – nach Vincenz Eduard Milde (1777–1853), Erzbischof von Wien.
- Nödlgasse – nach Ernst Nödl, katholischem Priester und Pfarrer.
- Oberwiedenstraße (indirekt) – nach einem historischen Flurnamen; „Wieden/Widem“ kann auf eine kirchliche Ausstattung bzw. einen Pfarrhofbesitz verweisen.
- Paletzgasse – nach Emanuel Paletz, katholischem Priester und Pfarrer.
- Rohrergasse – nach Johann Rohrer, katholischem Priester und Pfarrer.
- Schinnaglgasse – nach Maurus Schinnagl, katholischem Priester und Religionslehrer.
- Stöberplatz – nach Johann Stöber, katholischem Priester und Pfarrer.
- Thalhaimergasse – nach Ottokar Gregor Thalhaimer, katholischem Priester und Pfarrer.
- Veronikagasse – nach einer Statue bzw. Darstellung der hl. Veronika.
- Vilicusweg – nach Johann Vilicus, katholischem Priester und Pfarrer.
17. Bezirk – Hernals
- Clemens-Hofbauer-Platz – nach dem hl. Klemens Maria Hofbauer (1751–1820), Redemptorist und Wiener Stadtpatron.
- Hubertusweg – nach dem hl. Hubertus.
- Knollgasse – nach Anton Knoll, katholischem Priester und Pfarrer.
- Pretschgogasse – nach Andreas Pretschgo, katholischem Priester und Pfarrer.
- Rupertusplatz – nach der Pfarrkirche St. Rupert bzw. dem hl. Rupert.
- Schadinagasse – nach Johann Baptist Schadina, katholischem Priester und Pfarrer.
- Schultheßgasse – nach Heinrich Schultheß, katholischem Priester und Pfarrer.
18. Bezirk – Währing
- Aumannplatz – nach Ignaz Aumann, katholischem Priester und Pfarrer.
- Bischof-Faber-Platz – nach Johann Fabri/Faber (1478–1541), Bischof von Wien.
- Dr.-Heinrich-Maier-Straße – nach Heinrich Maier (1908–1945), katholischem Priester und NS-Widerstandskämpfer.
- Innozenz-Lang-Gasse – nach Franz Innozenz Lang, Piarist und katholischer Priester.
- Klostergasse – nach dem Lazaristenkloster und der Kirche St. Vinzenz von Paul.
- Kutschkergasse – nach Kardinal Johann Rudolf Kutschker (1810–1881), Erzbischof von Wien.
- Lazaristengasse – nach den Lazaristen und ihrer Niederlassung.
- Martinsstraße – nach dem hl. Martin von Tours.
- Maynollogasse – nach Josef Maynollo, katholischem Priester und Pfarrer.
- Vinzenzgasse – nach dem hl. Vinzenz von Paul, Priester und Ordensgründer.
19. Bezirk – Döbling
- Jakobstraße – nach dem hl. Jakobus; der Name steht im Zusammenhang mit der örtlichen Jakobskirche.
- Kardinal-Innitzer-Platz – nach Kardinal Theodor Innitzer (1875–1955), Erzbischof von Wien.
- Katharinenruhe – nach der hl. Katharina von Alexandrien.
- Medlergasse – nach Jakob dem Medloer, einem mittelalterlichen Pfarrer.
- Obkirchergasse – nach Peter Obkircher, katholischem Priester und Pfarrer.
- Pankrazgasse – nach dem hl. Pankratius.
- Pater-Zeininger-Platz – nach Josef Zeininger (1916–1995), katholischem Priester und Seelsorger.
- Pfarrplatz – nach der Pfarrkirche St. Jakob in Heiligenstadt.
- Prateneckgasse – nach Nikolaus von Prateneck, katholischem Priester und Pfarrer.
- St.-Georg-Platz – nach der Pfarrkirche St. Georg in Kahlenbergerdorf bzw. dem hl. Georg.
- St.-Jakobs-Platz – nach dem hl. Jakobus bzw. der örtlichen Jakobskirche.
- Thaddäusgasse – nach dem Apostel Judas Thaddäus.
- Vormosergasse – nach Jörg Vormoser, katholischem Priester und Pfarrer.
20. Bezirk – Brigittenau
- Allerheiligenplatz,
- Allerheiligengasse, beide erinnern an die 1769 errichtete Allerheiligenkapelle. Sie wurde 1873 abgetragen. Die 1905 neu erbaute Kirche gab Platz und Gasse ihren Namen und wurde 1945 durch Bomben zerstört.
- Brigittenau (Bezirksname) – der Bezirksname geht auf die hl. Birgitta von Schweden zurück, vermittelt durch die Brigittakapelle und später die Brigittakirche.
- Brigittagasse – nach der Brigittakirche bzw. der hl. Birgitta von Schweden.
- Brigittaplatz – nach der Brigittakirche bzw. der hl. Birgitta von Schweden.
- Gerhardusgasse – nach Gerhard von Siebenbürgen, katholischem Geistlichen und Pfarrer von St. Stephan.
- Maria Restituta-Platz, nach der in der Brigittenau aufgewachsenen Ordensfrau und Märyrerin der Sel. Maria Resituta (Helene) Kafka
- Othmargasse – nach Kardinal Joseph Othmar von Rauscher.
- Rauscherstraße – nach Kardinal Joseph Othmar von Rauscher; die Verkehrsfläche liegt im 20. Bezirk und berührt den 2. Bezirk am Augarten.
- Webergasse – nach Johann Baptist Weber, katholischem Priester und Pfarrer von St. Leopold.
21. Bezirk – Floridsdorf
- Floridsdorf (Bezirks-/Ortsname) – der Bezirks- und Ortsname geht auf Floridus Leeb (1731–1799), Propst des Augustiner-Chorherrenstifts Klosterneuburg, zurück; die neue Siedlung wurde nach ihm „Floridusdorf“ bzw. Floridsdorf genannt.
- Don-Bosco-Weg – nach dem hl. Johannes Bosco (Don Bosco), Priester und Ordensgründer.
- Fidelis-Breier-Weg – nach Bruder Fidelis Breier, Angehörigem der Schulbrüder.
- Frauenstiftgasse (indirekt) – nach historischem Grundbesitz eines Frauenklosters bzw. Stifts; der Name erinnert an kirchliche Grundherrschaft.
- Gitlbauergasse – nach Michael Gitlbauer (1847–1903), katholischem Priester und klassischem Philologen.
- Johannes-de-La-Salle-Gasse – nach dem hl. Johannes Baptist de La Salle (1651–1719), Priester und Ordensgründer.
- Martin-Gaunersdorfer-Gasse – nach Martin Gaunersdorfer, katholischem Priester und erstem Pfarrer von Leopoldau.
- Pfarrer-Matz-Gasse – nach Max Matz, katholischem Priester und Pfarrer.
- Pfarrer-Pasecker-Gasse – nach Roland Pasecker, katholischem Priester und Pfarrer.
- Pius-Parsch-Platz – nach Pius Parsch (1884–1954), Augustiner-Chorherr von Klosterneuburg, Priester und Pionier der Liturgischen Bewegung; er wirkte zeitweise auch in Floridsdorf.
- Schleifgasse – nach Ignaz Schleif, katholischem Priester und Pfarrer.
- St.-Michael-Gasse – nach dem Erzengel Michael.
- Wannemachergasse – nach Martin Wannemacher, katholischem Priester und Pfarrer.
22. Bezirk – Donaustadt
- Andreas-Huger-Gasse – nach Andreas Huger, katholischem Priester und Pfarrer von Kagran.
- Bartholomäusgasse – nach dem Apostel Bartholomäus.
- Franz-Loidl-Straße – nach Franz Loidl (1905–1987), katholischem Priester und Kirchenhistoriker.
- Gerambgasse – nach Maria Joseph von Geramb (1772–1848), Trappistenmönch.
- Gotthelfgasse – nach Jeremias Gotthelf (Albert Bitzius, 1797–1854), evangelischem Pfarrer und Schriftsteller.
- Heinrich-Scharf-Gasse – nach Heinrich Scharf, katholischem Priester und Pfarrer.
- Kollonitschgasse – nach Kardinal Leopold Karl von Kollonitsch.
- Musgergasse – nach August Musger (1868–1929), katholischem Priester und Physiker.
- Pater-Bilek-Weg – nach Pater Thomas Bilek, katholischem Ordenspriester.
- Pogrelzstraße – nach einem katholischen Priester und Pfarrer der Pfarre St. Georg in Kagran.
- Prandaugasse – nach Carl von Prandau, katholischem Priester.
- Prochaskagasse – nach Johann Prochaska, katholischem Priester und Pfarrer.
- Sebaldgasse – nach Ivo Sebald, katholischem Priester und Pfarrer.
- St.-Wendelin-Gasse – nach dem hl. Wendelin.
- St.-Wendelin-Platz – nach dem hl. Wendelin.
23. Bezirk – Liesing
- Altmannsdorfer Straße (indirekt) – nach Altmannsdorf; dessen Name wird mit Altmann, Bischof von Passau und später als Heiliger verehrt, in Verbindung gebracht. Der kirchliche Bezug ist mittelbar.
- Don-Bosco-Gasse – nach dem hl. Johannes Bosco (Don Bosco), Priester und Ordensgründer.
- Gatterederstraße – nach Andreas Gattereder, katholischem Priester und Pfarrer.
- Gelinekgasse – nach Josef Gelinek, katholischem Kaplan.
- Geßlgasse – nach Franz Geßl, katholischem Priester und Pfarrer.
- Kolpingstraße – nach Adolph Kolping (1813–1865), katholischem Priester und Begründer des Kolpingwerks.
- Otto-Mauer-Gasse – nach Otto Mauer (1907–1973), katholischem Priester, Domprediger und Kunstförderer.
- Pumgasse – nach Franz Pum, katholischem Priester und Pfarrer.
Quellenbasis und Arbeitsweise:
Hauptquelle:Wien Geschichte Wiki (Wienbibliothek im Rathaus / Wiener Stadt- und Landesarchiv / Stadt Wien), insbesondere die Einträge zu einzelnen Verkehrsflächen, Personen und Bezirken sowie die bezirksweisen Straßennamenübersichten.
Ergänzend: offizielle Informationen der Stadt Wien zu Wiener Straßennamen und ihrer historischen Bedeutung; Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien; Peter Autengruber, Lexikon der Wiener Straßennamen. Bezirksbezogene Straßenlisten wurden nur zur Auffindung und Gegenkontrolle verwendet, nicht als alleinige Grundlage bei strittigen Fällen.
Autor: Georg Schimmerl