Donnerstag 20. August 2026

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20.08.2026

P. Wolfgang Mayrhofer OSB (Stift Melk) verstorben

Der Melker Benediktiner P. Wolfgang Mayrhofer OSB ist am 11. August 2026 im Alter von 76 Jahren im Landesklinikum Melk verstorben.

Sein Wirken war vor allem dem Stift Melk gewidmet, führte ihn aber auch nach Wien und in die zur Erzdiözese Wien gehörende Pfarre Traiskirchen.

 

Geboren wurde Bruno Mayrhofer am 5. Oktober 1949 in Artstetten. Er besuchte das Stiftsgymnasium Melk und trat unmittelbar nach seiner Matura 1967 in die Benediktinerabtei ein. Als Ordensmann erhielt er den Namen Wolfgang. Nach der zeitlichen Profess 1968 und der feierlichen Profess 1972 wurde er am 8. Mai 1975 zum Priester geweiht.

 

Seine Ausbildung verband Theologie und praktische Verantwortung. Von 1967 bis 1974 studierte er Theologie an der Universität Salzburg. Anschließend wandte er sich der Forstwirtschaft zu, die er an der Universität für Bodenkultur in Wien studierte. Damit begann auch seine engere Verbindung zu Wien.

 

Im Stift Melk übernahm P. Wolfgang über Jahrzehnte zentrale Aufgaben. Von 1984 bis 2020 war er Kapitelsekretär, von 1985 bis 2022 Mitglied des Wirtschaftsrates. Zwischen 1985 und 2000 übte er zudem das Amt des Subpriors aus. Seine Begabung lag besonders in der Organisation, der technischen Verwaltung und der Erhaltung der weitläufigen Klosteranlage.

Schon früh beschäftigte er sich mit der damals noch jungen Computertechnik. Er führte in der Zentraldirektion des Stiftes den ersten Computer ein und entwickelte eigene Programme für die Verwaltung von Grundstücken und Pachtverträgen. Diese Anwendungen blieben über Jahrzehnte in Gebrauch.

Praktisch und tatkräftig unterstützte P. Wolfgang auch Arbeiten außerhalb des Klosters. Gemeinsam mit seinem Mitbruder P. Severin Nowak war er wiederholt im Pfarrhof Traiskirchen tätig, wo die beiden unter anderem technische Leitungen verlegten. Traiskirchen gehört zum Dekanat Baden in der Erzdiözese Wien und zählt zu den dem Stift Melk inkorporierten Pfarren.

 

Sein priesterlicher Dienst vollzog sich häufig abseits der Öffentlichkeit. P. Wolfgang begegnete Menschen vor allem im Zusammenhang mit seinen vielfältigen organisatorischen und handwerklichen Aufgaben. Dabei galt seine Aufmerksamkeit besonders jenen, die Unterstützung benötigten oder leicht übersehen wurden.

 

Neben seiner Arbeit beschäftigte er sich intensiv mit Forstwirtschaft, klassischer Musik und Philatelie. Seine umfangreiche Briefmarkensammlung führte ihn gedanklich weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Bis wenige Tage vor seinem Tod lebte er trotz schwerer Erkrankung in der Klausur des Stiftes.

 

P. Wolfgang wird am Montag, 24. August, ab 9 Uhr in der Stiftskirche Melk aufgebahrt. Das Requiem beginnt um 14 Uhr. Anschließend wird er in der Stiftsgruft beigesetzt