Die Steyler Missionare trauern um Br. Hanns Faschingbauer SVD. Der Ordensmann starb am 19. August 2026 im Alter von 84 Jahren. Mehr als sechs Jahrzehnte gehörte er der Gesellschaft des Göttlichen Wortes an. Hanns Faschingbauer wurde am 24. Jänner 1942 in Wien-Ottakring geboren. Nach Volks- und Hauptschule absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher und legte später die Meisterprüfung im Mechanikergewerbe ab. Schon als Jugendlicher engagierte er sich in der Pfarre St. Josef-Sandleiten als Ministrant und Jugendführer der Katholischen Arbeiterjugend.
Mit 17 Jahren entschied er sich gegen den Widerstand seiner Eltern für das Leben als Ordensbruder und Missionar. In seinem Aufnahmegesuch an das Missionshaus St. Gabriel schrieb er: „Gerne möchte ich einem Missionar bei seiner Arbeit helfen, ihn unterstützen, den hl. Glauben zu lehren, und zupacken bei allem, wo man mich benötigt.“ Am 18. März 1960 wurde er in St. Gabriel aufgenommen. Die ersten Gelübde legte er 1962, die Ewigen Gelübde 1968 ab.
Nach einem Sprachstudium in Liverpool begann 1969 sein Missionseinsatz in Ghana. Zwölf Jahre lang unterrichtete er an der St. Paul’s Technical School in Kukurantumi. Dort baute er die Abteilung für Metallarbeiten auf und half jungen Menschen, eine qualifizierte Berufsausbildung zu erhalten. Ghana blieb ihm bis zuletzt eng verbunden; wann immer es möglich war, unterstützte er Menschen und Projekte vor Ort.
Aus gesundheitlichen Gründen kehrte Br. Hanns 1981 nach St. Gabriel zurück. Zunächst betreute er Schlosserei und Heizung, später leitete er als Arbeitsprokurator die Hausbetriebe und übernahm auch Aufgaben als Brandschutz- und Aufzugswart. Ob die Heizung ausfiel oder jemand im Lift festsaß: Er war zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle – verlässlich, praktisch und mit seinem trockenen „Ottakringer Humor“. Auch als seine Kräfte nachließen, verrichtete er noch kleinere Arbeiten in seiner Werkstatt. In seinen letzten Jahren wurde er von den Schwestern, Mitbrüdern und Mitarbeitenden der Krankenabteilung begleitet. Die Steyler Missionare vertrauen darauf, dass Gott sein Leben nun in der Auferstehung vollendet hat.
Das Requiem wird am Montag, 31. August, um 14 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof des Missionshauses.