Bei Sommerwetter und in guter Stimmung fand der diesjährige Vikariatspilgertag 2026 des Vikariats Nord der Erzdiözese Wien statt. Die Organisation übernahm die Caritas. Rund 70 Pilgerinnen und Pilger wanderten gemeinsam eine Etappe des Klemens Maria Hofbauer-Pilgerwegs von Mitterretzbach nach Zellerndorf.
Mit dabei auch Weihbischof und Bischofsvikar für das Nord Vikariat Stephan Turnovszky. Er legte die gesamte Strecke gemeinsam mit den Pilgernden zurück, nahm sich Zeit für persönliche Gespräche am Wegesrand und feierte zum Abschluss den Gottesdienst in der Pfarrkirche Zellerndorf.
Der Klemens Maria Hofbauer-Pilgerweg verbindet Orte, die mit dem Leben und Wirken des Heiligen und Wiener Stadtpatrons verbunden sind. Im Retzer Land war Hofbauer als Bäckerlehrling tätig und nachweislich selbst als Wanderer und Pilger unterwegs. Die Route führt durch die charakteristische Weinviertler Landschaft mit ihren sanften Hügeln, Weinbergen und naturnahen Wegen.
Inhaltlich stand der Pilgertag unter dem Leitgedanken der „neuen Werke der Barmherzigkeit“. An vier Stationen entlang des Weges wurde gemeinsam gebetet, innegehalten und über Impulse zum Glauben und zum menschlichen Miteinander nachgedacht.
Der spirituelle Auftakt erfolgte am Heiligen Stein in Mitterretzbach. Eine weitere Station führte die Gruppe zum Klemens Maria Hofbauer-Platz, wo am Marterl das Leben des Heiligen in den Blick genommen wurde. Nach der Mittagsrast im carla ging es weiter zum Teich des Caritas-Bauernhofs Unternalb. Die idyllische Umgebung bot Raum für Besinnung und Gebet. Gleichzeitig wurde dort sichtbar, wie die Caritas durch inklusive Arbeitsangebote für Menschen mit Behinderung Begegnung und Teilhabe ermöglicht. Den feierlichen Abschluss bildete schließlich der Gottesdienst in der Pfarrkirche Zellerndorf.
„Wenn wir auf den Spuren des heiligen Klemens Maria Hofbauer unterwegs sind und Barmherzigkeit gemeinsam konkret leben, spüren wir eine enorme Kraft. Der Tag hat gezeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen miteinander beten, teilen und einander unterstützen“, betonte Thomas Krottendorfer von der Caritas.
Neben den geistlichen Impulsen prägten vor allem Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern den Tag. Bei einer Agape in der Kellerrast der Familie Falkinger klang der Pilgertag in gemütlicher Atmosphäre aus.
Die besonderen Momente des Tages wurden von Fotograf Wolfgang Hanousek festgehalten: Zu den Fotos.