Am 5. September 2026 feierte die Kongregation der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmannschwestern) ein freudiges Ereignis: Sr. M. Monikka Aliyas legte in einer feierlichen Zeremonie ihre Ewige Profess ab. Damit verbindet sie ihr Leben für immer mit der Ordensgemeinschaft, die seit über 160 Jahren in der Pflege und Betreuung von Menschen in Not tätig ist.
Der Festgottesdienst wurde von P. Oliver Ruggenthaler OFM zelebriert und fand im Hartmannkloster in Wien statt. Neben der Schwesterngemeinschaft waren auch Mitschwestern aus Argentinien sowie eine leibliche Schwester von Sr. Monikka aus Indien anwesend, die selbst einer internationalen Ordensgemeinschaft angehört. Die musikalische Gestaltung übernahmen Chor und Band „Insieme!“ aus Großengersdorf unter der Leitung von Ewald Dorniger mit Gesängen in englischer und deutscher Sprache.
Sr. M. Monikka Aliyas, gebürtig aus Kerala (Indien), ist die jüngste von zehn Geschwistern. Vier ihrer Schwestern leben ebenfalls in Ordensgemeinschaften auf drei Kontinenten (Asien, Afrika und Europa). Schon in jungen Jahren folgte Sr. Monikka einer älteren Schwester in die Kongregation „Königin der Apostel“. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester kam sie 2015 nach Wien, um Deutsch zu lernen und ihr Diplom zu nostrifizieren. Während dieser Zeit lebte sie im Hartmannkloster und lernte so die Franziskanerinnen von der christlichen Liebe kennen. Nach einem Prozess des Ringens und der Einkehr bat sie 2023 um Aufnahme in die Kongregation. Ihre Ewige Profess legte sie nun nach einer dreijährigen Probezeit ab.
Besonders symbolträchtig ist, dass Sr. Monikkas Profess in das franziskanische Jubiläumsjahr fällt. In seiner Predigt verwies P. Oliver auf den Ordenspatron Franz von Assisi, dessen Bekehrung mit einem „Weg nach unten“ zu den Armen und Ausgegrenzten begann. In dieser franziskanischen Tradition pflegt Sr. Monikka mit Hingabe ihre älteren Mitschwestern auf der Pflegestation.
Die Hartmannschwestern sind eine internationale Ordensgemeinschaft, die sich seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert der Pflege und Betreuung von kranken und bedürftigen Menschen widmet. Ihre bekannteste Vertreterin ist die 1943 von den Nationalsozialisten ermordete Sr. M. Restituta – Helene Kafka. In Niederlassungen in Österreich und Argentinien leben die Schwestern nach den Werten des hl. Franz von Assisi: Nächstenliebe, Einfachheit und Demut.