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Schipka
kathpress / Schipka
14.09.2026

Bischofskonferenz-Generalsekretär Schipka wechselt auf Hochschule

Der Theologe und Jurist legt mit Ende November auf eigenen Wunsch sein Amt als Generalsekretär der Bischofskonferenz zurück und übernimmt eine Professur an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich.

Der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, legt mit Ende November auf eigenen Wunsch vorzeitig sein Amt zurück und übernimmt mit 1. Dezember eine Professur an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien/Niederösterreich. Das hat der promovierte Theologe und Jurist am Montag gegenüber Kathpress bekannt gegeben. Ab Oktober wird Schipka bereits in den Lehrbetrieb an der größten kirchlichen Pädagogischen Hochschule Österreichs einsteigen. An der nächsten Vollversammlung der Bischöfe im November in Salzburg wird Schipka noch teilnehmen. Dort wird auch die Wahl seines Nachfolgers Thema sein. Schipka ist seit März 2011 Generalsekretär der Bischofskonferenz und wurde in dieser Funktion im November 2016 sowie im November 2022 auf jeweils sechs Jahre wiedergewählt.


Zu seinen Beweggründen erklärte der Priester der Erzdiözese Wien, dass er schon bei seiner letzten Wiederwahl vor vier Jahren die Bischöfe um Verständnis gebeten habe, dass seine jetzt dritte Amtszeit als Bischofskonferenz-Generalsekretär die letzte sein möge. "Ich habe diese Tätigkeit immer sehr gerne ausgeübt. Mir ist aber bewusst geworden, dass es für das Amt und für meine Person nicht gut ist, wenn beide aufgrund der langen Dauer zu sehr aneinanderwachsen", so Schipka.


"Die KPH Wien/Niederösterreich steht nicht nur für eine exzellente Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch für ein europaweit einzigartiges Miteinander verschiedener Religionen. Und zu lehren, hat mir immer schon Freude bereitet", führte Schipka im Blick auf seine künftige Tätigkeit aus und sagte: "Ich wurde ermuntert, mich um die ausgeschriebene Stelle in der Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrern zu bewerben. Dies bedeutet zwar, vor Ablauf meiner Amtszeit als Generalsekretär auszuscheiden, aber ich wollte diese einzigartige Gelegenheit nicht ungenützt lassen. Daher habe ich mich mit Zustimmung meines für mich als Wiener Diözesanpriester zuständigen Erzbischofs Josef Grünwidl um diese Stelle beworben."


Höhepunkte und Initiativen

Als besondere Höhepunkte in seinen mehr als 15 Jahren als Bischofskonferenz-Generalsekretär nannte Schipka die Ad-limina-Besuche der österreichischen Bischöfe 2014 und 2022 in der Amtszeit von Papst Franziskus (2013-2025) in Rom. Herausragend waren auch die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz 2012 in Brüssel am Sitz der ComECE mit Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen der Europäischen Union sowie jene 2018 in Sarajevo.


Neue Akzente konnte Schipka 2012 mit der Mitgründung der Plattform der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich setzen, in der er mehrfach in leitender Funktion war. Auf seine Initiative fußen zudem die seit 2017 jährlich stattfindenden Treffen der Generalsekretäre der Bischofskonferenzen Zentraleuropas. Hauptvortragende bei diesen Vernetzungstreffen zwischen Ost und West waren unter anderem "Vatikan-Außenminister" Erzbischof Paul Gallagher (Wien, 2023) und Sr. Nathalie Becquart vom vatikanischen Synodensekretariat (Wien, 2024). Federführend war Schipka auch bei den jährlichen ökumenischen Gottesdiensten für Abgeordnete und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Österreichischen Parlaments, an denen in der Regel alle Parteien vertreten waren.


Theologe und Jurist

Peter Schipka wurde am 29. Dezember 1970 in Wien geboren, wo er auch Kindheit, Schul- und Studienzeit verbrachte. 2001 wurde er zum Diakon geweiht, im Jahr darauf empfing er die Priesterweihe. Von 2002 bis 2004 wirkte er als Kaplan in Mödling (Pfarre St. Othmar) und als Religionslehrer. Seelsorglich tätig war er auch von 2010 bis 2016 als Pfarrmoderator der Pfarre Rodaun in Wien. Seit Februar 2020 ist er Rektor der Burgkapelle in der Wiener Hofburg. Seit März 2011 wirkt Schipka als Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz.


Nach der Schulzeit in Wien hatte Schipka von 1989 bis 1994 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien absolviert und 1997 zum Doktor iuris promoviert. 2002 schloss er das Studium der katholischen Fachtheologie an der Universität Wien ab, das er 1995 begonnen hatte. 2004 begann Schipka das Promotionsstudium im Bereich der Moraltheologie an der Universität Regensburg. 2014 promovierte er in diesem Fach an der Karl-Franzens-Universität Graz.


Im universitären Bereich war Schipka an mehreren Stellen hauptberuflich tätig. Er begann am Strafrechtsinstitut des Wiener Juridicums (1992-1995). Am Institut für Sozialethik der Wiener Theologischen Fakultät wirkte er von 2000 bis 2002 und schließlich war er am Lehrstuhl für Moraltheologie an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg von 2007 bis 2010 tätig.