Montag 14. September 2026

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Essensausgabe
iStock/kuarmungadd / Essensausgabe
14.09.2026

Erzbischof Grünwidl ruft zu Solidarität mit hungernden Menschen auf

Der Wiener Erzbischof wirbt in der "Kronenzeitung" einmal mehr für die Caritas-Hungerkampagne: "Wer heute unter Hunger leidet, braucht nicht unser Mitleid, sondern unsere Solidarität"

"Wer heute unter Hunger leidet, braucht nicht unser Mitleid, sondern unsere Solidarität." - Mit diesen Worten hat der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl in der "Kronenzeitung"(Montag-Ausgabe) nochmals für die Hungerkampagne der Caritas geworben. Die Caritas hat den gesamten Sommer über um Spenden für Hungeropfer bzw. Ernährungsprojekte gebeten. Weltweit sind laut Caritas 318 Mio. Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen. 150 Mio. Kinder sind chronisch unterernährt; Millionen ständig in Lebensgefahr.


Besonders dramatisch ist die Lage laut Caritas etwa im Sudan, Südsudan, Jemen oder Palästina; seit heuer auch Somalia und Nordost-Nigeria aufgrund teils katastrophaler Lagen.


Der Südsudan ist ein Schwerpunktland der Caritas-Auslandshilfe, wie der Wiener Caritasdirektor Klaus Schwertner berichtete: "Wir machen seit Jahren auf die Hungersituation aufmerksam. Hier erleben wir, wie sich Klimakrise und Armut gegenseitig verstärken." Damit die Kleinsten überhaupt eine Überlebenschance haben, würden unterernährte Babys in eigenen Zentren versorgt.


"Ich werde meinen ersten Besuch dort nie vergessen", so Schwertner. Er bekomme "trotz Hitze Gänsehaut, wenn ich an diese so stark unterernährten Babys und deren verzweifelte Mütter denke. Und wie dankbar die Eltern waren, wenn wir - auch dank Spenden - ihre Kinder vor dem sicheren Hungertod retten konnten." Wenn man selbst Familienvater ist, frage man sich natürlich auch: "Wie wäre das für mich, wenn ich meinen Kindern nicht mehr genug zu essen geben könnte?"


Wichtig ist Schwertner und Grünwidl freilich auch, die Not im Ausland nicht gegen die Not im Inland auszuspielen. Sie machen auf zahlreiche Projekte und Angebote für Menschen in Not in Österreich aufmerksam. Erzbischof Grünwidl ist es dabei ein Anliegen, sich nach Möglichkeit auch persönlich zu engagieren. So ist er beispielsweise mit dem "Canisibus" der Caritas unterwegs, verteilt in Wien warme Mahlzeiten an Obdachlose und Bedürftige und sucht den persönlichen Kontakt zu den Menschen in Not.


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