Die Benediktinerinnen der Anbetung haben am 22. September 2026 Sr. Bernadette Banakiewicz OSB zur neuen Priorin der österreichischen Provinz gewählt. Den Vorsitz führte Bischofsvikar Erich Bernhard COp. Auch Sr. Helene Binder OSB, Generalpriorin der Benediktinerinnen der Anbetung (sechs Niederlassungen in Österreich, Deutschland, Frankreich und Madagaskar), nahm an der Wahl teil.
Nach einer Messe zum Heiligen Geist versammelten sich die Schwestern zur Wahl. Sr. Bernadette nahm das Amt an und legte das Glaubensbekenntnis ab. Anschließend wurde das Ergebnis der Gemeinschaft verkündet. Mit dem gemeinsamen Te Deum dankten die Schwestern für die erfolgte Wahl. Die neue Priorin bringt langjährige Erfahrung aus der pädagogischen Arbeit und der Leitung der Gemeinschaft mit. Sie war viele Jahre als Pädagogin tätig und übernahm als Prokuristin Verantwortung für die Einrichtungen der Kongregation. Als Generalrätin und Provinzrätin wirkte sie in Leitungsgremien mit. Zudem war sie bereits Subpriorin und begleitete als Novizenmeisterin junge Schwestern auf ihrem Weg in die Gemeinschaft.
Der scheidenden Priorin Sr. Magdalena Niescioruk OSB dankten die Schwestern für ihren Einsatz und die Gestaltung des gemeinschaftlichen Lebens in den vergangenen Jahren.
Die Kongregation geht auf den Priester Alois Faller zurück, der sie 1851 in Bellemagny im Elsass gründete. 1903 kamen die ersten Schwestern nach Wien und übernahmen den Pflegedienst im Zentralkinderheim Gersthof. Seit 1923 besteht eine eigene österreichische Provinz. 1933 bezogen die ersten Schwestern das Haus in der Liebhartstalstraße in Wien-Ottakring. Zum Charisma der Gemeinschaft gehören das Leben nach der Regel des heiligen Benedikt, die eucharistische Anbetung und der Dienst an Menschen in Not. Nach eigenen Angaben zählt die österreichische Provinz derzeit 19 Schwestern in zwei Klöstern. Über die Benedictus GmbH betreibt sie einen Kindergarten, Wohngemeinschaften für Kinder mit Behinderung sowie Angebote zur Begleitung und Entlastung von Familien.