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25.09.2026

Schönborn: "Wo sind in dieser wirren Zeit die Friedensstifter?

Kardinal in Zeitungskolumne: Welt braucht "echte Friedensstifter" statt Kriegstreiber - "Gäbe es Volksabstimmungen zum Frieden, sie wären ein Riesenerfolg, denn die meisten Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als das Ende der Kriege"

Angesichts der zahlreichen Kriege weltweit hat Kardinal Christoph Schönborn zu stärkerem Einsatz für den Frieden aufgerufen. "Wo sind in dieser wirren Zeit die Friedensstifter?", fragt der Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne "Antworten" in der Tageszeitung "Heute" (Freitag). Es fehle nicht an "Kriegstreibern", Waffenproduzenten und Waffenhändlern, wohl aber an deutlich hörbaren Stimmen, die zum Friedenschließen mahnten.

 

Ohne Frieden gebe es kein Wohlergehen und kein Leben ohne ständige Angst, schreibt Schönborn. Die Sehnsucht der Menschen nach einem Ende der Kriege sei groß: "Gäbe es Volksabstimmungen zum Frieden, sie wären ein Riesenerfolg, denn die meisten Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als das Ende der Kriege."

 

Schönborn erinnert auf den am 25. September begangenen Gedenktag des heiligen Nikolaus von der Flüe (1417-1487), der in der Schweiz als "Bruder Klaus" bekannt ist. Der Familienvater von zehn Kindern, Bauer, Ratsherr und Richter habe sich im Alter von 50 Jahren für ein Leben als Einsiedler entschieden. In Zeiten politischer Spannungen und Spaltungen in der Schweiz habe "Bruder Klaus" als Vermittler gewirkt und zur Vermeidung eines Krieges beigetragen, so Schönborn. "Wie dringend brauchen wir echte Friedensstifter wie den heiligen Bruder Klaus! Seine Überzeugungskraft kam aus dem Gebet, der Klugheit und dem Gottvertrauen", so der emeritierte Wiener Erzbischof und erinnert an das Jesuswort: "Selig die Friedensstifter."