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30.09.2026

Tiersegnungen am 4. Oktober im Franziskus-Gedenkjahr

Rund um den 4. Oktober laden Pfarren zu Tiersegnungen ein. 2026 jährt sich Franziskus' Tod zum 800. Mal.

"Vom Käfer bis zum Pferd, vom Hamster bis zum Stoffhasen": Rund um den Gedenktag des heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober, der auch als Welttierschutztag begangen wird, laden Pfarren zu Tiersegnungen ein. Hunde, Katzen, Pferde - und in manchen Gemeinden sogar Kuscheltiere - sind willkommen. So findet wieder die traditionelle Tiersegnung auf dem Wiener Stephansplatz statt.

 

Der Patron der Tiere steht heuer besonders im Mittelpunkt: 2026 jährt sich sein Tod zum 800. Mal. Neben Gottesdiensten zu seinem Gedenktag gibt es deshalb zahlreiche weitere Veranstaltungen, die an seine besondere Verbundenheit mit Tieren und der gesamten Schöpfung erinnern.

 

Tiersegnung am Stephansplatz

Auf dem Wiener Stephansplatz findet am Sonntag (4. Oktober) um 16 Uhr die traditionelle Tiersegnung statt, die mit Bläsermusik eröffnet wird. Nach einer Lesung und einer Ansprache von Dompfarrer Toni Faber werden alle anwesenden Tiere sowie jene, die "im Herzen mitgetragen" werden, gesegnet. Für Pferde, Esel, Ziegen und andere Tiere wird zudem hartes Brot gesegnet und anschließend als Futter gereicht. Nach der allgemeinen Segnung besteht die Möglichkeit zur Einzelsegnung. Für Tiere, die wegen des Trubels in der Innenstadt nicht mitgebracht werden können, kann der Segen auch anhand eines Fotos oder eines mit dem Tier verbundenen Gegenstands empfangen werden. Im Segensgebet wird für den "Schutz der Tiere vor allen Gefahren gebetet, damit der Nutzen und die Freude, die sie uns bereiten, uns zum Zeichen von Gottes Großzügigkeit und Liebe werden."

 

Zu einer ökumenischen Kinder-Wortgottesfeier mit Tiersegnung unter freiem Himmel wird im Rahmen des dreitägigen Festivals "FRANZ800" auf die Pfarrwiese in Enns in Oberösterreich am Sonntag um 10 Uhr eingeladen. Gesungen werden Lieder aus der "Franziskusmesse" (Hintenaus/Wirth) mit Chor und Band. Kinder können ihre Haus- und Kuscheltiere zur Tiersegnung unter dem Titel "All connected" mitbringen.
 

Schutzpatron der Tiere

Der Franziskus-Tag ist auch Schlusspunkt der kirchlichen "Schöpfungszeit", die jährlich vom 1. September bis 4. Oktober dauert und in den Diözesen mit Schwerpunkten zum Thema Umwelt und Schöpfung begangen wird.


Zum Schutzpatron der Tiere und der Umwelt wurde Franz von Assisi (1181-1228), da er eine außergewöhnlich enge Beziehung zur Natur hatte. Seine tiefe Spiritualität und Liebe zu allen Geschöpfen führten dazu, dass er Tiere als Teil der Schöpfung Gottes sah und sie entsprechend mit Respekt und Mitgefühl behandelte. Legenden berichten, er habe einmal zu einem Schwarm Vögel gepredigt, die ihm aufmerksam zugehört hätten. Ein andermal habe er die von einem Wolf geplagte umbrische Stadt Gubbio dadurch von ihrem Schrecken befreit, dass er mit dem Tier sprach und Frieden zwischen ihm und den Bürgern vermittelte.
 

Quelle: kathpress