Generalvikar Andreas Kaiser erinnerte die Religionslehrenden daran, dass die Zusage Jesu: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt,“ auch für sie gelte. Kaiser, der selbst als Religionslehrer unterrichtete, betonte, dass diese Zusage sowohl in den hoffnungsvollen und schönen, als auch den schwierigen (Unterrichts-)situationen gelte. Zuspruch könne „Kraft und die nötige Gelassenheit, sich doch wieder aufzumachen und in den Weinberg des Herren hinauszugehen und das Evangelium zu verkünden,“ geben.
Als Seelsorgerin und Seelsorger seien die Religionslehrenden gefragt, wenn ein Schüler oder eine Schülerin mit Sorgen und Problemen kommt. Sie können den jungen Menschen Mut zusprechen dass „Gott ja sagt zu jedem einzelnen Menschen und da ist, immer bis zum Ende der Welt.“
Schließlich ging Andreas Kaiser noch auf den Tagesheiligen Hieronymus ein, der „auf seine Weise viel dazu beigetragen hat, dass Verkündigung weitläufig möglich ist. Der heilige Hieronymus hat durch sein Studium der Heiligen Schrift die lange Zeit gültige lateinische Bibelübersetzung, die sogenannte Vulgate übersetzt und zusammengefasst“ und somit eine breite Verkündigung ermöglicht. Kaiser zeichnete eine Parallele zu den Religionslehrenden die „Das im Glauben Erfahrene und in der Ausbildung Gelernte so übersetzen, dass es für Schülerinnen und Schüler annehmbar wird und dass der Funke der Begeisterung überspringen kann.“
„Die Kirche dankt Ihnen heute, dass Sie sich in dieser Zeit auf dem Verkündigungsweg als Lehrer aufgemacht haben und sie sendet Sie heute ganz offiziell in diese Aufgabe hinein,“ so der Generalvikar abschließend.
Schulamtsleiterin Andrea Pinz betonte, dass dieser Gottesdienst mit der Verleihung der Missio canonica ein starkes Zeichen sei: „Ein Zeichen, dass Religionslehrende ihren Dienst zum Wohl der jungen Menschen ausüben und in großer Verantwortung für unsere Gesellschaft. Ein Zeichen, dass für uns Qualität und Professionalität zum grundlegenden Handwerkszeug gehört und ein Zeichen, dass die Kirche, gerade auch die Verantwortungsträger in der Erzdiözese Wien, hinter dem Religionsunterricht stehen, um seine Bedeutung wissen und für ihn und Sie alle einstehen.“
Für die musikalische Gestaltung zeichnete Hermann Platzer verantwortlich. Mitwirkende waren ein Projektchor aus Lehrenden und Mitarbeitenden der Privatschulen der Erzdiözese Wien, Chorensemble Mater Salvatoris, Schülerinnnen des Konservatoriums für Kirchenmusik der EDW sowie Musikerinnen und Musiker des CCM Project Vienna.