Am Abend des 3. Oktober 1226 ist Franz von Assisi im Kreis seiner Ordensbrüder verstorben. Dieses Ereignis wird in der Transitus-Feier (lateinisch für „Hinübergang“) vergegenwärtigt. Im christlichen Verständnis gilt der Moment nicht als trauriges Ende, sondern als erhabener Übergang vom irdischen Dasein in das ewige Leben.
An Franziskus‘ 800. Todestag und zur Stunde seines Hinscheidens gedenkt Erzbischof Grünwidl im Stephansdom dieses Ereignisses. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr beim Franziskusaltar. Dort werden Zeitzeugenbericht vorgelesen, wie es sich in den letzten Stunden des Heiligen zugetragen hat, was er beauftragt hat, welche Gebete er gesprochen, welche Lieder er gesungen hat. Auch Franziskus‘ Sonnengesang, den er unmittelbar vor seinem Tod vollendet hat, ist hier einbezogen.
Danach zieht die Versammlung in Lichterprozession zum Hauptaltar zur Feier der Eucharistie zu Ehren des heiligen Franziskus. Erstmals wird dabei eine neu geschaffene Franziskus-Litanei gesungen. Am Ende der Messe kann ein persönlicher Segen mit der Franziskus-Reliquie empfangen werden. (Thomas Dolezal)