„Ich war ganz fasziniert davon, dass es an dem Tag auch etwas anderes gibt als Halloween“, sagt Kathrin Kollenhofer aus der Pfarre Tattendorf. Seit drei Jahren organisiert sie dort die „Nacht der 1000 Lichter“. Als ihre Tocher Erstkommunion hatte, würde sie selbst in der Erstkommunionsvorbereitung aktiv und während einer Ausbildung über die Junge Kirche, erfuhr sie das erste Mal von der „Nacht der 1000 Lichter“.
Zum dritten Mal organisiert sie heuer in ihrer Pfarre den Abend vor Allerheiligen. In viel Handarbeit hat Kathrin mit den Jungscharkindern und auch Kindergartenkindern hunderte Gläser für diese Nacht der Tausend Lichter bunt bemalt, bewusst bindet sie Jungscharkinder, Kindergarten und Hort-Kinder in die Vorbereitung mit ein.
Heuer steht der Abend in Tattendorf unter dem Motto Schutzengel: „Jedes Kind darf einen Engel bemalen - passend zum Thema Engel/ Schutzengel. Dazu nehme ich mir im Vorfeld Zeit und verbringe einen Vormittag im Kindergarten, und erzähle den Kindern von der ‚Nacht der 1000 Lichter‘“.
In der Nacht selbst wird jeder Bankreihe in der Kirche Personen gewidmet die im Alltag Engel/Schutzengel für ihre Mitmenschen sind. Rettungskräfte, Feuerwehr, aber auch Eltern. Dazu gibt es Geschichten aus der Bibel und Erzählungen von Personen wie Bertha von Suttner- als Engel des Friedens. „Die Texte versuche ich so zu gestalten, dass die Kinder es verstehen aber es auch für die Erwachsenen Texte zum Nachdenken dabei sind“, berichtet Kathrin Kollenhofer.
Für die Kinder gibt es zusätzlich ein Rätselspiel, bei dem sie am Ende eine kleine Belohnung bekommen. Heuer wird das ein Lebkuchen in Engelsform sein.
Einen bewussten Kontrapunkt zu Halloween setzt die Katholische Jugend am 31. Oktober mit der "Nacht der 1000 Lichter". Österreichweit laden Lichterwege zum Nachdenken, Meditieren und Beten ein. Im Mittelpunkt stehen in der Nacht auf Allerheiligen festbezogen die Themen Tod, Trauer aber auch das Leben.
Ein tolles Programm für Kinder und Erwachsene die dunklen, nur von hunderten Kerzen erleuchteten Kirchen zu erkunden.
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Autor: red/ks