Dienstag 13. Oktober 2026

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Malteser Ritterorden
13.10.2026

Vatikan warnt vor nicht anerkannten Ritterorden

Der Malteserorden sieht sich durch eine Stellungnahme des Vatikans in seinem Vorgehen gegen sogenannte Pseudo-Orden bestärkt. Auch in Österreich warnt er vor Vereinen, deren Namen eine Verbindung zu anerkannten Ritterorden nahelegen.

Nicht jede Organisation, die sich „Ritterorden“ nennt, ist vom Heiligen Stuhl anerkannt. Darauf weist der Vatikan laut einer Medieninformation des österreichischen Malteserordens hin. Neben seinen eigenen päpstlichen Ritterorden erkennt und schützt der Heilige Stuhl nur den Souveränen Malteserorden und den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Diese Klarstellung bezieht sich auf Ritterorden. Die Anerkennung geistlicher Ordensgemeinschaften ist davon zu unterscheiden.

 

Warnung vor Täuschung und Missbrauch

 

Der Vatikan begründet seine Haltung damit, dass er für die historische und rechtliche Legitimität, die Ziele und die Organisationsstrukturen anderer Vereinigungen nicht bürgen könne. Das gelte auch für Organisationen, die sich auf mittelalterliche Orden berufen. Zugleich warnt der Heilige Stuhl vor Missbräuchen, die gutgläubigen Menschen schaden können. Den ritterlichen Auszeichnungen und Insignien nicht anerkannter Vereinigungen misst er keinen Wert bei. Auch die Nutzung von Kirchen und Kapellen für deren sogenannte Investiturfeiern hält er für nicht angebracht. Bei solchen Feiern werden neue Mitglieder aufgenommen.

 

Malteserorden geht gegen Namensmissbrauch vor

 

Richard Steeb, Kanzler des Großpriorats von Österreich, sieht in der Stellungnahme eine Bestätigung der bisherigen Bemühungen des Malteserordens. Er gehört auch der Kommission zum Schutz des Namens und der Zeichen des Ordens in Rom an. „In Österreich existieren viele Organisationen und Vereine, die sich als ‚Ritterorden‘ oder ‚Orden‘ bezeichnen“, erklärt Steeb. „Wir unternehmen entschiedene Schritte, um diesen Bezeichnungsmissbrauch zu unterbinden.“

 

Nach seinen Angaben verwenden manche Vereinigungen bewusst Namen, die mit anerkannten Orden verwechselt werden können. Dabei müsse etwa zwischen dem päpstlichen Verdienstorden vom Goldenen Sporn und ähnlich benannten Vereinen unterschieden werden. Steeb warnt außerdem vor Täuschungen, durch die Einzelpersonen erheblichen finanziellen Schaden erleiden könnten.

 

Informationen zu Organisationen und Personen, denen der Malteserorden eine missbräuchliche Verwendung seines Namens vorwirft, bietet das Großpriorat auf seiner Website zu falschen Orden.

 

Hilfe für Menschen in Not

 

Der Malteserorden entstand im 11. Jahrhundert in Jerusalem. Als katholischer religiöser Laienorden widmet er sich der Glaubenszeugenschaft und der Hilfe für arme und kranke Menschen. Heute ist er weltweit in der medizinischen, sozialen und humanitären Hilfe tätig – unter anderem mit Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Nothilfe in Krisengebieten.