Mittwoch 21. Oktober 2026

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Erzdiözese Wien/ Stephan Schönlaub
20.10.2026

Grünwidl: „Nicht zu den katholischen Schlaftabletten gehören!“

„Jesus preist alle selig, die wach sind“, so der Wiener Erzbischof bei der Sendungsfeier der neuen Pastoralassistentinnen und -assistenten.

Erzbischof Josef Grünwidl sendete am Dienstag, dem 20. Oktober 2026, im Stephansdom sieben Frauen und einen Mann in den pastoralen Dienst. In seiner Predigt ermutigte er die neuen Seelsorgerinnen und den neuen Seelsorger, hellwache Christinnen und Christen zu sein. Dabei zitierte er den ehemaligen Wiener Bischofsvikar Toni Berger, der wiederholt mit Bedauern darauf hingewiesen hatte, dass es viele „katholische Schlaftabletten“ gebe. Die Kirche würde die Zeichen der Zeit viel zu spät erkennen und Entwicklungen hinten nach sein, sagte damals Berger. Grünwidl zu den Gesendeten: „Ich wünsche euch, dass ihr nicht zu den katholischen Schlaftabletten gehört, sondern dass ihr hellwache und aufgeweckte Christinnen und Christen seid. Verschlaft nicht die Zeit! Seid Menschen des Aufbruchs, verpasst keine Gelegenheit. Denkt daran: Jesus preist alle selig, die wach sind!“

 


Aufbrechen und Ankommen

 

Die Sendungsfeier stand unter dem Motto „Aufbrechen zu den Menschen in der Nähe und in der Ferne und ankommen bei Gott“. Dieser Auftrag gelte allen Getauften: „Wer getauft ist, ist gesendet und berufen, als lebendiger Baustein die Kirche aufzubauen“, so Grünwidl. Er wünsche den neu Gesendeten, dass es ihnen gelinge, die Menschen nicht in Nahestehende und Fernstehende einzuteilen, sondern auf alle Menschen in Offenheit zuzugehen. Dabei zitierte er den Kirchenvater Augustinus: „Manche bilden sich ein, dass sie drinnen sind in der Kirche, ganz nahe. Aber in Wahrheit sind sie draußen. Und dann gibt es andere, die befürchten, dass sie draußen sind. Aber in Wahrheit sind sie drinnen, ganz nahe am Evangelium, ganz nahe bei Jesus Christus.“


Mit der Sendungsfeier verbinde sich ein doppelter Auftrag: „Ihr werdet gesendet zum Aufbrechen und Ankommen, zum Dienst an den Menschen und zur Freundschaft mit Jesus Christus.“ Grünwidl ermutigte die neuen Seelsorgerinnen und den neuen Seelsorger, sich regelmäßig Zeit für Stille und Gebet zu nehmen, auf Gottes Wort zu hören und aus den Sakramenten Kraft zu schöpfen, „damit es nicht zu einem spirituellen Burnout kommt“. „Diese Sendung könnt ihr aber nicht aus eigener Kraft leben. Gelebte Sendung braucht betende Menschen“, so der Wiener Erzbischof.

 

 

Weitere Fotos der Sendungsfeier finden Sie ab Mittwoch auf unserer Website.

 


Hauptberufliche Seelsorgerinnen und Seelsorger


Die neuen Pastoralassistentinnen und der neue Pastoralassistent arbeiten hauptberuflich für die Kirche und übernehmen je nach Einsatzort unterschiedliche Aufgaben in der Seelsorge. Sie haben eine theologische und pastorale Ausbildung absolviert und sind künftig in der Pfarr-, Kinder- und Jugend- sowie der Krankenhaus- und Pflegeheimpastoral tätig. Mit Antonela Djeno wurde im Rahmen der Sendungsfeier erstmals auch eine digitale Seelsorgerin in das Projekt "die12" gesendet. Sie wird künftig in den sozialen Medien seelsorglich tätig sein und das bestehende Team um Annie Schachinger, Andrea Krist und Projektleiterin Steffie Sandhofer bereichern.


Zu den neu Gesendeten zählen Antonela Djeno (Einsatzorte: Pfarrverband Schwechat, digitale Seelsorge „die12“), Marion Ertel-Steinböck (Junge Kirche, Vikariat Nord), Sandra Hons (Pfarrverband Poysdorf), Lennart Möhle (Krankenhaus Wien der Barmherzigen Schwestern und Herz-Jesu-Krankenhaus), Gertrud Nemeth (Krankenhaus Göttlicher Heiland), Elisabeth de Parcevaux (Propsteipfarre Wiener Neustadt), Agnes Pesendorfer (Pfarre Breitensee) und Beatrix Wratzfeld (Caritas-Pflegewohnhäuser Schönbrunn und St. Magdalena).


red/os