Donnerstag 22. Oktober 2026

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MARCIN MAZUR
22.10.2026

Nach Lungenoperation: Papst Leo XIV. benötigt keine weitere Krebstherapie

Die Untersuchung des entfernten Gewebes hat einen örtlich begrenzten Lungentumor bestätigt. Nach Angaben seiner Ärzte braucht Papst Leo XIV. nach der Operation keine weitere Therapie. Nun stehen Erholung und Atemphysiotherapie im Mittelpunkt.

Nach seiner Lungenoperation benötigt Papst Leo XIV. nach Angaben seiner behandelnden Ärzte keine ergänzende Krebstherapie. Das geht aus einem medizinischen Bulletin hervor, das die vatikanische Pressestelle am Mittwochabend, 21. Oktober, veröffentlichte. Die abschließenden Gewebeuntersuchungen und molekularbiologischen Analysen hätten ein lokal begrenztes Adenokarzinom der Lunge bestätigt.

 

Dem 71-jährigen Papst war am 13. Oktober im römischen Gemelli-Krankenhaus der rechte untere Lungenlappen entfernt worden. Nach einer anschließenden onkologischen Beurteilung seien weder eine Chemotherapie noch eine zielgerichtete medikamentöse Behandlung erforderlich, teilten sein Leibarzt Luigi Carbone und der verantwortliche Chirurg Stefano Margaritora mit. Die weitere Genesung konzentriert sich vor allem auf Physiotherapie einschließlich Atemübungen. Nach Einschätzung Margaritoras verläuft die Entfaltung der verbliebenen Lunge im erwarteten zeitlichen Rahmen. Bereits bei der Entlassung am vergangenen Samstag hatte der Chirurg eine vollständige körperliche Erholung innerhalb von etwa zehn weiteren Tagen für möglich gehalten.

 

Reisepläne werden geprüft

 

Die nächsten Termine des Papstes sollen an den Heilungsverlauf angepasst werden. Offen ist insbesondere, ob Leo XIV. am 27. Oktober zum interreligiösen Friedenstreffen nach Assisi reist. Auch die für den 6. bis 17. November geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru bleibt Gegenstand der weiteren Planung. Aus medizinischer Sicht hatte Margaritora zuletzt keine Gründe gegen die Reise gesehen.

 

Am Mittwoch trat der Papst erstmals seit seiner Entlassung wieder bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz auf. Trotz Regens kamen rund 30.000 Pilger. Zuvor hatte er im Apostolischen Palast bereits Teilnehmer einer Tagung des Dikasteriums für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse empfangen.