Dienstag 3. November 2026

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Nikita Budka
22.10.2026

Seliger Nikita Budka (27.Juni)

Gemeinsames Gedenken der ukrainischen Märtyrer
Geboren am 7. Juni 1877 in Dobromirka, gestorben am 28. September 1949 im Lagergebiet bei Karaganda, Kasachstan

Nikita Budka, auch Nykyta oder Nicetas Budka genannt, wurde 1912 der erste ukrainische griechisch-katholische Bischof in Kanada. Er begleitete Auswanderer beim Aufbau eines neuen Lebens und schuf kirchliche Gemeinschaften in einem weitläufigen Land. Nach seiner Rückkehr nach Europa geriet er unter sowjetischer Herrschaft in Gefangenschaft. Die katholische Kirche verehrt ihn als Märtyrer.

 

Jugend und Ausbildung in Österreich

 

Nikita wuchs in einer bäuerlichen Familie in Dobromirka im damaligen österreichischen Galizien auf. Der Ort liegt heute in der Westukraine. Nach dem Gymnasium arbeitete er zunächst als Hauslehrer.

 

Sein Weg führte ihn auch nach Wien, wo er seinen Militärdienst absolvierte. Anschließend studierte er Theologie in Innsbruck und wurde im Collegium Canisianum ausgebildet. 1905 empfing er durch Metropolit Andrej Scheptyzkyj die Priesterweihe.

 

Seelsorge für Auswanderer

 

Als Präfekt am griechisch-katholischen Priesterseminar in Lemberg übernahm Budka Verantwortung für die Ausbildung angehender Priester. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit den Sorgen ukrainischer Auswanderer und Wanderarbeiter.

Viele verließen ihre Heimat in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Auskommen. In der Fremde fehlten ihnen häufig vertraute Ansprechpartner und eine regelmäßige Seelsorge. Budka setzte sich dafür ein, dass sie Unterstützung erhielten und ihren Glauben auch fern der Heimat leben konnten.

 

Erster ukrainischer Bischof in Kanada

 

1912 wurde Budka zum Bischof für die ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Kanada ernannt. Im Dezember erreichte er Winnipeg. Sein Zuständigkeitsbereich war riesig. Unermüdlich besuchte er verstreute Siedlungen, feierte Gottesdienste, spendete Sakramente und stärkte die Gemeinden. Er gewann Priester für den Dienst in Kanada und unterstützte Schulen sowie die Ausbildung junger Menschen. Die Einwanderer ermutigte er, verantwortungsbewusste Bürger ihrer neuen Heimat zu werden und zugleich ihre religiösen und kulturellen Wurzeln zu bewahren.

 

Aufbau unter schwierigen Bedingungen

 

Die junge Kirche stand vor erheblichen finanziellen und organisatorischen Problemen. Budka musste wiederholt um Unterstützung werben. Die langen Reisen und die hohe Arbeitsbelastung griffen seine Gesundheit an. Nach rund fünfzehn Jahren in Kanada kehrte er nach Europa zurück. 1928 legte er sein Amt nieder. Wieder in Lemberg, wirkte er als Generalvikar und kümmerte sich unter anderem um den Marienwallfahrtsort Sarwanyzja.

 

Gefangenschaft und Tod

 

Am 11. April 1945 wurde Budka von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und nach Kyjiw gebracht. Seine Verfolgung gehörte zum Vorgehen gegen die ukrainische griechisch-katholische Kirche und ihre Verbindung mit Rom.

Nach seiner Verurteilung kam er in ein Lager bei Karaganda in Kasachstan. Dort starb er 1949, durch Krankheit und Haftbedingungen geschwächt. Die neuere kirchliche Dokumentation nennt den 28. September als Todestag. Seine genaue Grabstätte ist unbekannt.

 

Seligsprechung und bleibendes Zeugnis

 

Papst Johannes Paul II. sprach Nikita Budka am 27. Juni 2001 während seines Besuchs in der Ukraine als Märtyrer selig.

Sein Lebensweg erinnert besonders an Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Budka half ihnen, Gemeinschaft zu finden und ihre Zukunft zu gestalten. Seine Treue unter Verfolgung mahnt zugleich dazu, die Freiheit des Glaubens zu schützen.