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23.10.2026

Akademie am Dom beleuchtet Religion und Politik

Von Kirchenreformen bis zur Nähe der russischen Orthodoxie zum Kreml: Die Wiener Akademie am Dom beleuchtet im November das Spannungsfeld von Religion und Politik. Weitere Themen sind jüdische Bittbriefe an den Vatikan und Peter Thiels apokalyptisches Denken.

Kirchenreformen, jüdische Hilferufe an den Vatikan und die Nähe der russischen Orthodoxie zum Kreml: Die Wiener Akademie am Dom widmet sich im November dem Verhältnis von Religion, Macht und Gesellschaft. Auch Peter Thiels apokalyptisches Denken steht auf dem Programm.

Den Auftakt macht Kirchenhistoriker Hubert Wolf am 4. November mit einem Blick auf frühere kirchliche Strukturen. Gewählte Bischöfe, kontrollierte Päpste und einflussreiche Frauen zeigen nach seiner Darstellung, welchen Spielraum die Kirchengeschichte für heutige Reformen eröffnet.

 

Am 5. November stellt Wolf mit Jugendlichen des Wiener Schottengymnasiums das Projekt „Asking the Pope for Help“ vor. Es erschließt rund 10.000 Bittbriefe jüdischer Verfolgter an den Vatikan während der NS-Zeit. Schauspieler und Autor Miguel Herz-Kestranek wirkt mit; sein Vater gehörte zu den Hilfesuchenden.

 

Sozialethiker Wolfgang Palaver spricht am 6. November über die neue Bedeutung von Apokalypse und Antichrist. Wegen der hohen Nachfrage ist eine Teilnahme nur noch online oder per Videoübertragung möglich. Ein Spezialkurs am 6. und 7. November vertieft das Thema anhand von Peter Thiel, Joachim von Fiore und dem Neuen Testament.

 

Am 25. November analysiert Soziologin Kristina Stoeckl die russisch-orthodoxe Kirche seit dem Angriff auf die Ukraine. Im Zentrum stehen ihre Verflechtung mit dem Kreml und der Verlust geistiger Unabhängigkeit.

 

Informationen und Anmeldung: www.akademie-am-dom.at