Die Schülerinnen und Schüler haben viele, sehr existenzielle Fragen an Erzbischof Grünwidl, der sich die Zeit nimmt und versucht Antworten zu geben, wobei er festhält, dass auch er sich diese großen Fragen immer wieder stellt.
Auf die Frage: Wieso gibt es überhaupt etwas? Gibt Grünwidl zu bedenken: „Das ist die Grundfrage der Philosophie, darauf gibt es keine Antwort. Aber ich glaube nicht, dass alles nur Zufall ist. Ich glaube, ein guter Gott hat alles geschaffen, und zwar so, dass es Sinn hat.“ Die Kinder beschäftigt auch, warum wir sterben müssen. Grünwidl erklärt, dass sich alle Pflanzen, Tiere und Menschen der Schöpfung im Kreislauf des Lebens befinden. Etwas entsteht, wächst, wird erwachsen, alt und stirbt schließlich. Und: „Wenn wir sterben, werden wir wieder bei Gott zu Hause sein.“
„Das sind so große Fragen, die werden euch ein Leben lang beschäftigen. Bleibt dran und hört nicht auf die richtigen Fragen zu stellen“, bedankte sich Grünwidl für die Fragen der Kinder.
Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude überrascht eine dritte Klasse den Erzbischof mit einer spontanen Pressekonferenz: „Wir hoffen, sie haben einen guten Humor“. Josef Grünwidl nimmts gelassen und beantwortet die Fragen. Ob er seine Bischofsmütze auch im Auto tragen muss – „Nein, sonst bräuchte ich einen Bus, der genug Platz nach oben hat. Die Bischofsmütze trage ich nur in der Kirche.“
„Ja, natürlich, das gehört dazu“, so Grünwidl mit einem Lächeln. Er berichtet von Baumkletteraktionen bei denen er und seine Freunde ganz schön viel Blödsinn gemacht haben.
Nach erfolgreicher Pressekonferenz überreichen die Schülerinnen und Schüler Grünwidl einen „Bischofsnotfallkoffer“. Darin befinden sich unter anderem Schokolade „für besonders lange Sitzungen“, Taschentücher – „falls Sie vor lauter Lachen weinen müssen“ und ein Radiergummi „falls mal was schief geht.“ Die Klasse verabschiedet den Bischof mit den Worten „Jetzt sind Sie für alle Notfälle gerüstet.“
Josef Grünwidl zeigt sich überzeugt: „Das, was ihr in eurer Schule lernt, aufeinander zu schauen und aufeinander Rücksicht zu nehmen, ist entscheidend im Leben.“
In der integrativen Schule Hernals werden Kinder von 6-14 Jahren unterrichtet. Es ist ein inklusives Schulzentrum für Volksschule, Mittelschule und Sonderschule. Je nach Bedürfnissen werden die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Klassen betreut, darunter auch basale Förderklassen für Kinder mit schweren Behinderungen.