Weihbischof Turnovszky erinnerte in seiner Predigt, am Samstag, 24. Oktober 2026, in Stockerau, an die beiden zentralen Gebote Jesu: die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten. Beide seien untrennbar miteinander verbunden. Während unsere Gesellschaft oft auf das Sichtbare und Greifbare ausgerichtet sei, brauche es auch Offenheit für die Dimension des Glaubens und das Geheimnis Gottes. Die Beziehung zu Gott lebe von Aufmerksamkeit, Zeit und Gebet.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Predigt war die Warmherzigkeit im Umgang miteinander. Dazu gehöre es, Menschen nicht vorschnell zu beurteilen, sondern sie mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen. Besonders die Bereitschaft zur Vergebung sei entscheidend für ein gelingendes Miteinander. Gerade dort, wo Spannungen und Konflikte entstehen, liege die Chance, Frieden zu suchen und einander wieder näherzukommen.
Ein besonderer Höhepunkt des Festgottesdienstes war die Segnung der großen Stockerauer Kirchenglocke. Sie war zur Restaurierung bei der Glockengießerei Grassmayr in Tirol und kehrte nun in erneuertem Zustand nach Stockerau zurück. In den kommenden Wochen soll sie wieder auf den Kirchturm gehoben werden.
Auch die sogenannte „Gartenglocke“ erhält einen neuen Platz. Sie stand viele Jahre im Pfarrgarten und wurde der Pfarre dankenswerterweise geschenkt. Mittlerweile wurde sie auf die bestehenden Glocken abgestimmt und ergänzt so künftig das Geläut der Pfarre.
Nach dem Festgottesdienst klang die Visitation bei einer Begegnung im Pfarrzentrum P2 aus. Dabei bot sich die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zu einem gemütlichen Beisammensein. So wurde die Visitation nicht nur zu einem kirchlichen Höhepunkt, sondern auch zu einer wertvollen Gelegenheit, Gemeinschaft zu erleben und den Glauben im Miteinander zu stärken.