Die Erzdiözese Wien ist auch im neuen Arbeitsjahr von gelebter Weltkirche geprägt: 22 Priester aus 15 Ländern nehmen heuer an der Interkulturellen Akademie für Priester (IKAP) teil. Das zweijährige Programm unterstützt Seelsorger aus dem Ausland dabei, sich in der pastoralen und kulturellen Realität Österreichs zurechtzufinden und ihren Dienst in der Erzdiözese Wien erfolgreich auszuüben.
Die Teilnehmer kommen aus Bangladesch, Benin, Brasilien, Indien, Indonesien, Kamerun, Nigeria, den Philippinen, Polen, Rumänien, Sambia, Südkorea, Uganda, der Ukraine und Vietnam. Mit ihrem Einsatz bereichern sie die Seelsorge in den Pfarren und Einrichtungen der Erzdiözese Wien und bringen zugleich die Vielfalt der Weltkirche unmittelbar vor Ort erfahrbar.
Seit vielen Jahren kommen Priester aus unterschiedlichen Ländern nach Wien, um hier seelsorglich tätig zu sein. Dabei stehen sie vor besonderen Herausforderungen: Neben dem Erlernen der deutschen Sprache gilt es, sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden und die pastoralen Gegebenheiten der Kirche in Österreich kennenzulernen. Oft unterscheiden sich sowohl das priesterliche Selbstverständnis als auch die pastoralen Rahmenbedingungen deutlich von jenen in ihren Herkunftsländern.
Hier setzt die Interkulturelle Akademie für Priester an. Unter der Leitung von Dr. Petr Slouk bietet die Erzdiözese Wien ein zweijähriges Begleitprogramm für Priester aus dem Ausland an. Ziel ist es, die Teilnehmer dabei zu unterstützen, sich auf die pastorale Situation in der Erzdiözese Wien einzustellen und ihre Aufgaben kompetent und erfolgreich wahrzunehmen.
Das IKAP-Programm umfasst Deutschkurse und Sprachtrainings sowie regelmäßig stattfindende Kurseinheiten zu verschiedenen Themen. Dazu gehören unter anderem Fragen der Inkulturation, eine Einführung in ostösterreichische Dialekte, die Kirchengeschichte Österreichs, die Strukturen der Erzdiözese Wien, Prävention von Missbrauch sowie Personal- und Besoldungsfragen.
Die Inhalte werden laufend evaluiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Ergänzt wird das Angebot durch persönliche Begleitgespräche zur Reflexion der eigenen Lebens- und Einsatzsituation, Einzelsupervisionen sowie die Empfehlung einer geistlichen Begleitung.
Mit dem Start des neuen Arbeitsjahres setzt die IKAP damit ihre bewährte Aufgabe fort: Priester aus aller Welt auf ihrem Weg in die österreichische Seelsorge zu begleiten und einen wichtigen Beitrag zum gelingenden Miteinander in einer vielfältigen Kirche zu leisten.