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03.06.2013

Hochwasser: Caritas hilft mit Katastrophenfonds

Die Caritas bietet in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten Soforthilfe an.

Die Caritas Österreich bietet Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten Soforthilfe an. Dafür stehe "ab sofort der Katastrophenfonds der Caritas zur Verfügung", so Caritas-Präsident Franz Küberl in einer Aussendung am Montag, 3. Juni 2013. Vor allem Regionen in Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sind von den Wassermassen der vergangenen Tage schwer getroffen. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden, Häuser wurden zerstört, Keller sind überflutet.

 

"Nebst finanzieller Überbrückungsmaßnahmen wird es auch mitmenschliche Betreuung und begleitende Unterstützung bei Behördengängen brauchen", so der Caritas-Präsident. Menschen, die durch das Hochwasser alles verloren haben, und sozial schwache Familien seien auf schnelle Hilfe angewiesen. "Es wird, wenn das Wasser hoffentlich bald zurückgegangen ist, nötig sein, den Menschen beizustehen. Es braucht auch Trost für alles, was zerstört wurde und was sich mit Geld nicht wieder gut machen lässt", rief Küberl zur Solidarität auf.

 

Zivilschutzalarm ausgerufen

In einzelnen Gebieten in Salzburg, Tirol, Oberösterreich sowie in der Wachau in Niederösterreich wurde der Zivilschutzalarm ausgerufen. In Schärding (Oberösterreich) trat der Inn über den Damm, hunderte Menschen mussten evakiert werden. In Niederösterreich sind mehr als 5.000 Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft, die Altstadt von Melk ist teilweise überflutet, während einzelne Orte im Bezirk Melk bis zu einem dreiviertel Meter überschwemmt sind.

 

In Salzburg hat ein Murenabgang ein Menschenleben gefordert, zwei Menschen gelten nach Murenabgängen als vermisst. Eine vermisste Person melden Einsatzkräfte auch aus Voralberg. In Tirol sind vor allem die Bezirke Kitzbühel und Kufstein betroffen, Einwohner mussten teils per Helikopter evakuiert werden. Im Bezirk Liezen kämpfen mehr als 1.000 Menschen gegen die über die Ufer getretenen Flüsse Traun und Enns.

 

Das Innenministerium hat einen Krisenstab einberufen.