Heiligengedenken - das spielt sich heute, wenn überhaupt, in der Kirche ab. Frühere Jahrhunderte hingegen brachten einen Heiligen auch mit Natur, Küche und Medizin in Verbindung: So ist Johannes, der Täufer aus der Jordansenke, für Kirschen, Spargel, Johanniskraut und Holunder zuständig…
Ein altes Sprichwort sagt: "Johanni - Kirschen rot, Spargel tot". Das ist einsichtig, denn rund um das Geburtsfest des Johannes am 24. Juni werden Kirschen reif, während der Spargel seine Zartheit verliert. Das um den Johannistag blühende Johanniskraut (Hypericum perforatum) dient als pflanzliches Antidepressivum, das man allerdings nur unter therapeutischer Begleitung einnehmen sollte.
Zur Selbstmedikation bei Erkältungen eignet sich der um den Johannistag blühende Holunder (Sambuccus niger). Man sagt zwar: "Eine Erkältung dauert mit Medikamenten sieben Tage, ohne Medikamente eine Woche"; dennoch sollten Sie sich den Holunder nicht entgehen lassen: Blütentee, bei Erkältung getrunken, fördert das Schwitzen und regt das Immunsystem zur Höchstleistung an!