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27.06.2014

Familienverbände: Politik reagiert auf Druck von der Basis

Höhere Familienbeihilfe mit 1. Juli ist Verdienst aller Familienorganisationen

"Politik reagiert auf Druck von der Basis": Mit diesem Ausdruck der Genugtuung haben österreichische Familienverbände auf die Tatsache hingewiesen, dass mit 1. Juli 2014 die Familienbeihilfe erstmals seit dem Jahr 2000 angehoben wird.

 

Dass dies nach 14 Jahren "endlich" durchgesetzt wurde, sei das Verdienst der sechs Familienorganisationen Katholischer Familienverband, Kinderfreunde, Österreichischer Familienbund, Plattform für Alleinerziehende, Freiheitlicher Familienverband und "FamilienZukunftÖsterreich", wie es in einer gemeinsamen Aussendung am Freitag, 26. Juni 2014, heißt.

 

37 Prozent Wertverlust

Der 14-jährige Wertverlust von 37 Prozent sei mit der schrittweisen Erhöhung aber "bei weitem nicht abgegolten". Die Familienorganisationen forderten darüber hinaus eine vollständige Wertanpassung "sowie in einem 2. Schritt eine regelmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Wertanpassung".

 

In den Genuss der Erhöhung ab 1. Juli kommen die Eltern von knapp 1,8 Millionen Kindern, sie erhalten zwischen vier und sechs Euro mehr Familienbeihilfe pro Monat. Mit 1. Juli 2014 wird die Familienbeihilfe in einem ersten Schritt um vier Prozent angehoben; der Zuschlag für erheblich behinderte Kinder wird von 138,30 Euro auf 150 Euro erhöht. Weitere Wertanpassungen von 1,9 Prozent erfolgen mit 1. Jänner 2016 und 1. Jänner 2018.

 

Online Petition erfolgreich

Noch im November 2013 sei eine bereits im Ministerrat beschlossene Erhöhung der Familienbeihilfe von der Regierung kurzerhand wieder zurückgenommen worden, erinnern die Familienverbände an den Anlass ihres parteiübergreifenden Schulterschlusses. Alle Gruppierungen hätten "im Interesse der Familien gemeinsam an einem Strang gezogen, protestiert, einen Beschluss für die Erhöhung der Familienbeihilfe im Familienpolitischen Beirat erwirkt und im Dezember 2013 die online Petition www.familienbeihilfeanheben.at initiiert". In wenigen Tagen unterschrieben mehr als 13.000 Personen für eine Erhöhung der Familienbeihilfe - "und die Politik hat darauf reagiert".