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Es das, wo ich, Heinz Patzel, mich betend wiederfinde.
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01.09.2014

Zwiesprache halten

Es das, wo ich, Heinz Patzel, mich betend wiederfinde.

Ich habe schon sehr lange nicht mehr klassisch gebetet. Was ich sehr gerne tue, ist, dass ich mit lieben verstorbenen Menschen, von denen ich überzeugt bin, dass sie dort sind, was wir „Himmel“ nennen, Zwiesprache  halte. Mit meiner Mutter, einer Großtante, einer früh verstorbenen Schwester. Ich höre hier keine Stimmen, ich bekomme keine Antworten, aber ich merke im Reflektieren, dass gerade in solchen Phasen des Sichzurückziehens, Alleine-für-sich-Denkens und -Kommunizierens schöne Dinge, neue Gedanken und Ähnliches mehr entstehen.

 

Manchmal, wenn es mir furchtbar dreckig geht,  in persönlicher Notlage oder Verzweiflung, gibt es einfach ein Stoßgebet zum lieben Gott. In der Hoffnung, dass auch wenn keine plausible naturwissenschaftliche, medizinische oder rechtliche Hilfe für die Notsituation  da ist, es vielleicht irgendjemanden gibt, der hilft, die Weichen richtig zu stellen. Was daraus entsteht, sind dann sehr persönliche Gedanken, die Antworten beinhalten, die sicher nicht nur von mir, meinem Wissen, meiner beschränkter Fantasie und Vorstellung kommen. Das hilft sehr weiter.

 

Psychotherapeutisch würde man das wahrscheinlich Meditation oder Ausgraben des Unterbewusstseins nennen. Für mich als gläubigen Menschen ist es das, wo ich mich betend wiederfinde.