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01.10.2014

Altvertrautes im neuen Gewand

Warum machen wir eigentlich eine Kirchenzeitung? Diese Frage stellt Michael Prüller am Sonntag, 5. Oktober 2014.

Zeitungslesen kommt doch immer mehr aus der Mode, die Verlage ächzen und stöhnen. Und auch das Interesse an der Kirche nimmt ab – trotz der Beliebtheit von Papst Franziskus.


Warum wir trotzdem in den "Sonntag" investieren und ihm ein neues Gewand besorgt haben? Weil Woche für Woche bis zu 40.000 Menschen diese Zeitung lesen, manche sogar sehr intensiv. Mit Ihnen als treuen Leserinnen und Lesern hat der "Sonntag" eine gute wirtschaftliche Basis.


Aber er hat auch eine wichtige Funktion für die Kirche. Es gibt keine Kirche ohne Kommunikation. Das Wort kommt vom lateinischen communis=gemeinsam. Man könnte "kommunizieren" auch mit "teilhaben" übersetzen. Eben "mit-teilen".


In der Kirche von heute gibt es die Tendenz, ganz in der eigenen Pfarre oder Gruppe aufzugehen – oder nur den Papst zu sehen. Die katholische Kirche ist aber auf dem Fundament der Diözesen, der Bischöfe, organisiert. Die Bischöfe sind Nachfolger der Apostel, und die Diözesen sind die Grundeinheiten der Kirche, jede einzelne ist eine "Teilkirche".


Es gehört zum Katholischsein dazu, sich auch in der eigenen Teilkirche auszutauschen. Sich bewusst zu werden, dass man gemeinsam unterwegs ist. Dass man Teil der weltumspannenden Kirche ist. Diesem Austausch, diesem Teilen, diesem Anteilnehmen über den Tellerrand der eigenen Pfarre oder Gruppe hinaus, dient der "Sonntag".


Darum hoffe ich, dass der "Sonntag" im neuen Gewand Ihnen noch besser gefällt.  (Ab nächster Nummer erscheint er übrigens wieder im 24-Seiten-Normalumfang.)  Und wenn Sie was besonders mögen – oder gar nicht  – teilen Sie uns das mit!