An Philipp Neri schätze ich die unkomplizierte und fröhliche Art, wie er mit den Menschen umgegangen ist. Er war zeitlebens ein Beter und Gottsucher. Und er konnte junge Menschen für den Glauben an Gott begeistern und hat sie dann auch begleitet“, sagt P. Paul Bernhard Wodrazka CO vom „Oratorium des hl. Philipp Neri“ (Pfarre St. Rochus und St. Sebastian, Wien Landstraße).
Die Oratorianer – in Wien leben zur Zeit neun Priester und zwei Novizen – hüten das geistige Vermächtnis des Gründers (geboren am 21. Juli 1515 in Florenz, gestorben am 26. Mai 1595 in Rom), indem auch sie mit dem „oratorianischen Charisma beten, arbeiten, leben und die Mitmenschen für Christus gewinnen wollen“.
Philipp Neri sei „ein hochaktueller und moderner Heiliger“, weil er „die Grundsehnsucht nach Gott in den Menschen auf seine Art und Weise geweckt und die Menschen dabei gestärkt in die Nachfolge Christi geführt hat“.
Was Papst Franziskus und Philipp Neri gemeinsam haben? P. Paul muss nicht lange nachdenken: „Beide versuchen zu überraschen, mit dem Ziel, in die Tiefe zu gehen. Und beide haben Humor und zugleich Demut.“
Das von Wodrazka gemeinsam mit Markus Dusek im Heiligenkreuzer „Be&Be“-Verlag herausgegebene Buch „Das Leben des hl. Philipp Neri in Anekdoten“ (schon 2. Auflage, Übersetzung: Alexander Wagensommer) fußt auf dem italienischen Werk von Oreste Cerri. Es führt in die Zeit der Renaissance und nähert sich auf unterhaltsame Weise dem Leben des hl. Philipp Neri, indem es sympathische Anekdoten über ihn erzählt, die u. a. auch Eingang in die Prozessakten für die Seligsprechung gefunden haben. Das Geheimnis des hl. Philipp Neri bringt wohl der Schriftsteller G. K. Chesterton auf den Punkt: „Freude ist das ungeheure Geheimnis eines Christen“.