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Momo
Thienemann-Esslinger Verlag / Momo
14.10.2015

Wiederentdeckt: Nichts ist kostbarer als die Zeit

Die Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind Momo

Das kleine Mädchen Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines seit Jahren verlassenen, verfallenen Amphitheaters.

 

Eines Tages, ganz plötzlich, tauchte sie hier auf. Mutterseelenallein. Viele Menschen versuchten ihr zu helfen, ihre Familie wiederzufinden.

 

 

„Du kannst doch nicht einfach alleine hier leben“, meinten sie. Doch Momo war anderer Meinung und so blieb Momo im Amphitheater.


Das kleine Mädchen besitzt nichts, als das, was sie findet oder was ihre Freunde – Kinder wie Erwachsene, die sie oft und gerne hier besuchen – ihr schenken.

 

Aber wer jetzt meint, Momo lebe dort als Schmarotzerin, die die Gutmütigkeit ihrer Mitmenschen ausnutzt und sich einfach alles schenken lässt, was sie braucht, der irrt.

 

Momo mag zwar keinen materiellen Besitz haben, aber sie hat eine einzigartige Gabe: Momo kann zuhören, wie keine Zweite.

 

Sie kann so gut zuhören, dass dummen Leuten plötzlich gescheite Gedanken kommen. Sie kann so gut zuhören, dass Schüchterne mutig werden und Traurige froh. Alles könnte also nicht besser sein.


Doch eines Tages tauchen die grauen Herren auf. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo scheint die Einzige zu sein, die sie aufhalten kann.


Michael Ende hat Momo bereits 1973 geschrieben, aber die Geschichte vom kleinen Mädchen, das den Menschen, etwas unsagbar Kostbares zurückgibt, nämlich ihre Lebenszeit, hat auch heute nichts von ihrer Faszination verloren.