Es war eine innere Wandlung, die in mir vorgegangen ist.
All das, was wir hier machen, ist nicht nur beten, singen, diskutieren; nein, man wird kein anderer Mensch, aber die Nähe zu Gott wird fühlbarer“, erzählt ein Insasse der Justizanstalt Hirtenberg über den „Alphakurs“, den der christliche Verein „Gesprengte Ketten“ seit nunmehr 15 Jahren in der Justizanstalt durchführt, heuer bereits zum 26. Mal.
Und weiter: „Zumindest geht es mir so! Man freut sich schon jede Woche auf die nächste Alpha-Runde und Bibelschule.
Es ist wie gutes Essen, man bekommt es nicht täglich, aber zweimal pro Woche. Ich finde, dass viel mehr Leute, nicht nur hier drinnen, sondern auch draußen, diese Nähe zu Gott suchen sollten.
Der Wille zählt: Alles wird leichter, man wird toleranter, man fängt an einfach anders zu denken, zu reagieren, zu handeln.“
„Weit über tausend Insassen besuchten bereits die in Hirtenberg angebotenen Glaubenskurse und die vielen persönlichen Glaubenszeugnisse der Gefangenen würden Bücher füllen“, berichtet Horst Reeh („Gesprengte Ketten“): „Wir wollen Anstaltsseelsorger bei ihrer schweren Arbeit helfen, sie unterstützen und sie entlasten.“
Wichtig ist Reeh „die Zusammenarbeit mit Kirchen und Organisationen“. Gefängnis-Alpha seien „Glaubenskurse als christliches Resozialisierungsprogramm“, es folgt meist „eine Bibelschule als Glaubensvertiefung“.
Und es wird „ eine Hilfestellung bei den ersten Schritten in die Freiheit, zurück ins Leben“ angeboten.