Die Redemptoristenorden und das St. Klemens-Hofbauer-Komitee erinnern an den vor 90 Jahren verstorbenen Pater Wilhelm Janauschek (1859-1926). An den in Wien geborenen Volksmissionar, Exerzitienleiter und Beichtvater, dessen Seligsprechungsprozess 2014 abgeschlossen wurde und der als "Patron der Krebskranken" gilt, weisen künftig mehrere Ehrentafeln hin, die rund um seinen Todestag am 30. Juni an seinen Wirkstätten Leoben, Wien, Oberpullendorf und in Rumänien angebracht werden sollen, teilte der Orden mit.
Janauschek war als Redemptoristenprovinzial maßgeblich an der Heiligsprechung des Wiener Stadtpatrons Klemens Maria Hofbauer im Jahr 1909 beteiligt sowie danach auch an der Gründung des 1917 registrierten "St. Klemens Hofbauer-Komitees", das bis heute - 99 Jahre später - weiter existiert. Der Verein hat seither zahlreiche Klemens-Kirchen im In- und Ausland finanziell unterstützt, bauliche und pastorale Projekt der Redemptoristen weltweit mitgetragen und hatte 2014 auch wesentlichen Anteil bei der Errichtung des Klemens-Museums in Wien-Maria am Gestade. 250 Mitglieder und knapp 1.000 Förderer umfasst der Verein derzeit.
Pater Lorenz Voith hob die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Orden und dem Laienverein hervor. Auf spiritueller Ebene wie auch in Projekten im In- und Ausland sei diese Kooperation eine "wichtige und große Herausforderung" und liefere wesentliche Ergänzungen.
P. Voith war erst kürzlich bei der Generalversammlung im Wiener Redemptoristenkloster Hernals zum Obmann des zwölfköpfigen Vereinsvorstands wiedergewählt worden. Neben den Janauschek-Tafeln plant das Hofbauer-Komitee für die nächsten Monate auch die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift und eines Webauftritts, sowie eine Sonderbriefmarke mit Sonderpoststempel am 6. Mai zum Jubiläum "Mutter von der Immerwährenden Hilfe" im Kloster Wien-Hernals.
Wilhelm Janauschek wurde am 19. Oktober 1859 in Wien geboren. Er absolvierte das Schottengymnasium, trat dann in den Orden der Redemptoristen ein und studierte in Mautern/Steiermark. Im Laufe seines Lebens wurde er für viele wichtige Ämter eingesetzt, so u.a. als langjähriger Novizenmeister und Rektor. Von 1901 bis 1907 war er auch Provinzial der Wiener Redemptoristenprovinz. Am 30. Juni 1926 starb Janauschek an einem Krebsleiden im Wiener Spital der Hartmannschwestern.
Der Ruf seines heiligmäßigen Lebens und die vielen Gebetserhörungen, die seiner Fürsprache zugeschrieben werden, veranlassten die Redemptoristen schließlich, seine sterbliche Hülle 1934 vom Wiener Zentralfriedhof in die Wiener Kirche Maria am Gestade zu überführen. Die Verehrung von Pater Janauschek wurde insbesondere auch durch die "Hartmannschwestern" gefördert. Im Hartmannspital gibt es auch eine eigene Janauschek-Kapelle im Schwesterntrakt.