Donnerstag 26. Februar 2026

Schnellsuche auf der Website

Der Sonntag
13.04.2016

Im Geist der hl. Katharina

„Wiederverheiratete Geschiedene. Vom Rand ins Herz der Kirche“ – das neueste Buch von Irene Heise

Wie muss es einer Frau gehen, die in den letzten 25 Jahren in der Kirche gleichsam Pionierarbeit geleistet hat zur Verbesserung der Situationen von Katholikinnen und Katholiken nach Scheidung und Wiederverheiratung, wenn sie in diesen Tagen das postsynodale Apostolische Schreiben von Papst Franziskus – „Amoris laetitia“ („Die Freude der Liebe“) – in Händen hält?

 

Haben doch auch die beiden Bischofssynoden in den Jahren 2014 und 2015 dieses Thema nicht ausgeblendet.

 


In ihrem Buch „Wiederverheiratete Geschiedene. Vom Rand ins Herz der Kirche“ (Verlag Irene Heise) schildert die Wiener Theologin Prof. Irene Heise ihren Weg mit und in der Kirche.

 

Das Spektrum der Reaktionen reicht von begeisterter Zustimmung bis hin zu nobler Zurückhaltung.

 

Dabei zeigt auch ein großer autobiographischer Teil, wie sehr die oft dramatischen Lebensumstände im Nachhinein auch als Wege Gottes gelesen werden können.

 

Nicht ausgespart wird dabei das Thema „Scheitern“.


Heise hat auch Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts in Wien die „Plattform für Geschiedene und/oder Wiederverheiratete WIE-GE“ (damals so geschrieben!) mitbegründet.

 

Sie hatte den Mut, das Thema in einer Zeit anzugehen, in der es mancherorts innerkirchlich noch tabu gewesen war. Und sie hat bis heute durchgehalten und nicht aufgegeben.


Grundlage ihrer Arbeit in den letzten Jahren ist die Beschäftigung mit der hl. Katharina von Siena, einer engagierten Kirchenlehrerin.

 

Heises Buch „Caterina von Siena – gebt ihnen zu essen“ will etwa auf dem Hintergrund der Sakramenten-Frage für wiederverheiratete Geschiedene gelesen werden.