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07.02.2017

Es gab keine Päpstin Johanna

Das neueste Buch des Kirchenhistorikers Hubert Wolf dreht sich um die Papstwahl(en).

 

„Wenn es den Papst nicht gäbe, müsste man ihn erfinden“, soll Napoleon im Jahr 1800 ausgerufen haben, als er für die Überwindung der  Spaltung der französischen Kirche dringend eine allgemein akzeptierte kirchliche Autorität brauchte.

 

Der Papst ist heute noch der Identitäts- und Einheitspunkt der katholischen Kirche und eine moralische Autorität erster Ordnung.


Wenn der weiße Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, haben die Kardinäle im Konklave einen neuen Papst gewählt. Die Wahl fasziniert die Menschen, ob katholisch oder nicht. Es sind die Zahlen, die beeindrucken: Eine Milliarde Menschen verfolgte via TV 2005 die Beisetzung von Johannes Paul II. und die Wahl Joseph Ratzingers zum Papst Benedikt XVI.

 

Der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf zeigt in seinem neuesten faszinierenden Buch „Konklave“ (C. H. Beck Verlag), dass die Papstwahl eine wirklich geheime Wahl ist, „vielleicht die einzige geheime Wahl auf der Welt, die diesen Namen verdient: die Wähler allein mit sich und ihrem Gott, versammelt unter Michelangelos Jüngstem Gericht in der Sixtina“.

 

Wolf beantwortet die sieben Fragen, die rund um die Papstwahl ständig auftauchen: „Wer wählt den Papst? Wer kann überhaupt Papst werden? Wo wird der Papst gewählt? Wie wird der Papst gewählt? Was macht den Papst zum Papst? Wie geheim sind Papstwahlen wirklich? Wie funktioniert ein Papstrücktritt?“


Wolf weist auch nach, dass es eine „Päpstin Johanna“ (Papst Johannes VIII. soll demnach eine Frau gewesen sein) einfach nie gegeben hat.

 

Das Buch ist eine Pflicht-Lektüre!