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Pius Platz, Selbstverlag
23.05.2019

Kein Feuer in der Hölle?

Pfarrvikar Pius Platz beschreibt in seinem Buch ein österlich geprägtes Christentum.

 

 

Es kommt nicht sehr häufig vor, dass Seelsorger „jenseitige“ Themen wie die Hölle, das Fegefeuer oder den Teufel in ihrer Verkündigung ansprechen. Pfarrvikar Pius Platz (St. Thekla, Wien 5) kann dies in seiner, wie er es nennt, barmherzigen Auslegung der Heiligen Schrift tun, weil er zuvor in seinem Buch ausführlich Gottes unendliche Liebe und Barmherzigkeit auch anhand der biblischen Gottesbilder darlegt.

 

Auf dieser Basis plädiert Platz nicht für den voreiligen Abschied von der Hölle, sondern er zeigt, dass zum einen die Hölle durch den Tod und die Auferstehung Jesu überwunden ist und dass zum anderen bei der Rede von der Hölle die Verantwortung für das eigene Heil und das des Nächsten ernstgenommen werden muss.

 

So zeigt Platz, dass im Neuen Testament an die 200 Mal der „Himmel“ vorkommt und 13 Mal die „Hölle“. Die Hölle garantiert die totale Freiheit, die dem Menschen geschenkt ist, damit er lieben kann.

 

Dieser Abschnitt über die Hölle ist lehrreich: Offiziell hat unsere Kirche nie erklärt, dass jemand sicher in der Hölle verdammt ist.

 

Dass das „Feuer“ in der Hölle erloschen ist und die Hölle gar leer ist, wie P. Pius schreibt, ist hingegen eine wirklich steile These.


Mein Fazit:
Eine gelungene Darstellung dessen, worauf es im Christentum ankommt. Sehr empfehlenswert.