Mittwoch 15. April 2026

Schnellsuche auf der Website

03.04.2020

Gemeinsam statt einsam mit den Maltesern– auch in Zeiten von „Social Distancing“

Die zur Eindämmung des Virus wichtige Maßnahme des „Social Distancing“ führt in vielen Fällen aber zur Vereinsamung und Isolierung. Das ist für Menschen aller Altersgruppen eine große psychische Belastung.

Telefonate, Videocalls und individuell gestaltete Briefe oder Postkarten vermitteln auch in diesen Zeiten das Gefühl von Gemeinschaft. Auf allen diesen Wegen kontaktieren Malteser die von ihnen Betreuten regelmäßig. Dadurch bleibt der Kontakt aufrecht und die Betreuer haben weiterhin ein offenes Ohr für Ängste und Sorgen oder Geschichten aus dem Alltag.

 

"Wir zeigen den Menschen, dass wir an sie denken, dass sie uns wichtig sind, und dass sie auch in schwierigen Situationen auf uns zählen können. Selbstverständlich bieten wir bei Bedarf auch unsere tätige Hilfe an, z. B. für Einkäufe und notwendige Erledigungen", so die Malteser in einer Aussendung.

 

In Kooperation mit – vorerst einzelnen – Einrichtungen im Palliativ- und Pflegebereich wurden mithilfe von Spendengeldern auch Tablets und Smartphones angeschafft. Auf diese Weise können sich Betroffene in Institutionen mit Besuchsverbot per Video mit ihren Angehörigen treffen. Sie sehen einander, hören einander, können miteinander reden. Dies verringert das Gefühl der Einsamkeit, ermöglicht den direkten Kontakt zur Familiengemeinschaft und nimmt gleichzeitig den Angehörigen die Sorge um ihre Lieben, die sie derzeit nicht besuchen können.

 

Hilfe im Glauben, Hilfe bei der Betreuung

Auch auf das religiöse Gemeinschaftsleben muss in Zeiten von COVID-19 nicht verzichtet werden. Über das Internet bieten die Malteser zweimal wöchentlich die Möglichkeit, sich zum gemeinsamen Gebet zu treffen.

 

In Wien arbeiten die Malteser eng mit der Gemeinde und den anderen Rettungsorganisationen zusammen und wirken auch am Aufbau der Betreuungseinrichtung auf dem Wiener Messegelände  aktiv mit. Dieses Zentrum bietet Platz für bis zu 4.000 Betten und steht bei Bedarf für die Aufnahme von Patientinnen und Patienten bereit.