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05.12.2023

Der Wunschbaum – sinnvoll schenken

In Retz stehen in der Adventzeit zwei „Wunschbäume“ im öffentlichen Raum mit Wünschen von Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht. Passantinnen und Passanten können einen Wunsch vom Baum pflücken und erfüllen.

Wünsche erfüllt zu bekommen, ist etwas Schönes, aber fast noch erfüllender ist es, Wünsche wahr werden zu lassen. In Retz stehen in der Adventzeit zwei „Wunschbäume“ im öffentlichen Raum mit Wünschen von Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht. Passantinnen und Passanten können einen Wunsch vom Baum pflücken und erfüllen.

 

Schenkende und Beschenkte

Am Hauptplatz und vor einem Supermarkt in Retz stehen in der Adventzeit Wunschbäume, die mit gelben und roten Sternen geschmückt sind. Auf den gelben Sternen steht ein Name (erfunden), eine Altersangabe und ein Wunsch. Die Wünsche stammen von Menschen, die das Angebot der Österreich-Tafel Retz in Anspruch nehmen. Auf den roten Sternen ist ein Zitat von Mutter Teresa notiert, das sich die Schenkenden mit nach Hause nehmen können. Neben den Bäumen befindet sich ein Aufsteller mit einer Erklärung wie die Aktion funktioniert.

 

Personen, die Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht, zu Weihnachten beschenken möchten, können sich von dem Baum einen Stern pflücken und das Geschenk besorgen. Bei größeren Wünschen kann man sich natürlich auch zusammentun. Die Schenkenden werden gebeten das Geschenk bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Kirche zu bringen. Dort steht ein Korb bereit.

Die Firmlinge verpacken die Geschenke dann liebevoll, anschließend werden diese der Österreich-Tafel Retz rechtzeitig vor Weihnachten übergeben.

 

Von wem stammt die Initiative?

Margrit Trauttmansdorff von der PfarrCaritas Retz hatte vor einigen Jahren von so einer Aktion in Deutschland gelesen und hat sie vor drei Jahren zum ersten Mal in Retz umgesetzt. Sie schildert, dass sich viele Menschen freuen, etwas Sinnvolles tun zu können und auch die Firmlinge ganz begeistert von dem Projekt seien.

„Je mehr Menschen aus der Pfarre in die Aktion involviert sind, desto besser,“ ist Margrit Trauttmansdorff überzeugt.

 

Sie erklärt auch, dass der echte Name der Person auf dem Stern nicht genannt wird, um niemanden bloßzustellen: „Im ländlichen Raum kennen sich die Menschen eher als in einer Großstadt und die Anonymität soll gewahrt bleiben.“

 

Nachahmer erwünscht

Sollte sich eine Pfarre überlegen, so einen Wunschbaum aufzustellen und noch Fragen zur Umsetzung haben, gibt Margrit Trauttmansdorff gerne ihre Erfahrungen weiter: megtrautt@gmail.com

 

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