Wenn Alleinerziehende an ihre Grenzen kommen, dann haben sie nicht mehr die Energie, zu recherchieren, wo sie welche Hilfen bekommen, Förderungen beantragen können oder einfach ein offenes Ohr finden. Die Kontaktstelle für Alleinerziehende fungiert hier als Schnittstelle.
Die meisten Erstkontaktaufnahmen finden über das Telefon statt. Wer sich meldet hat ein ausführliches Erstgespräch, in dem alle Anliegen abgeklärt und dann die besten Hilfsangebote vermittelt werden. „Wir sind eine Informationsstelle für Alleinerziehende und getrennt erziehende Eltern. Wir bieten Beratung, psychosoziale Beratung und Rechtsberatung an und arbeiten eng mit der Familienberatung auf.leben zusammen. Sozialberatung zu Themen wie Finanzen, Förderungen in Wien und im Bund werden ebenfalls von uns abgedeckt. Daneben bieten wir den betroffenen Eltern Austauschplattformen wie unseren Sonntagsbrunch“, erklärt Ursula Schuster.
Nicht erst seit der Teuerungswelle ist die finanzielle Situation für Alleinerziehende herausfordernd, aber es gibt Hilfen und die Kontaktstelle weiß, wo man nachfragen kann. „Alleinerziehende leisten eine unglaubliche Arbeit. Zu finanziellen Problemen kommt die Organisation des Alltags“, weiß Ursula Schuster: „Da geht es vor allem um die Kinderbetreuung und es beginnt bei Fragen wie ‚Wie deckt man alleine 13 Wochen Schulferien ab?‘“. Es fehlen immer noch Kinderbetreuungsplätze in allen Altersstufen.
Der Sonntagsbrunch ist ein Angebot der Kontaktstelle für Alleinerziehende, bei dem es ein Frühstück gibt, dass finanziell von der Erzdiözese Wien unterstützt wird, für Kinderbetreuung gesorgt ist und sich die Mütter und Väter nicht nur untereinander austauschen können, sondern immer auch ein Lebens- und Sozialberater anwesend ist, um mögliche Fragen zu beantworten. „Es treffen sich Gleichgesinnte und Fachpersonal. Der Austausch mit anderen in der gleichen Situation ist extrem wichtig und kann sehr entlastend sein“, berichtet Ursula Schuster.
Das Konzept der Austauschgruppen soll im Herbst neugestaltet und erweitert werden. „Uns ist es ein Anliegen, dezentral bei den Menschen zu sein und nicht nur eine einzige Stelle zu haben, zu der sie kommen können. Unser Ziel wäre es, die Austauschgruppen auch in Pfarren und nicht nur in Lokalen anzubieten, denn am Ende wollen wir zeigen, dass Kirche Platz für alle Menschen hat.“
Die Kontaktstelle für Alleinerziehende sucht daher Kontakt zu Menschen, die in Pfarren für Familien zuständig sind oder Familiengruppen organisieren. Sie freuen sich über eine völlig unverbindliche Kontaktaufnahme und ein Gespräch.
Kontakt:
Ursula Schuster – Fachreferentin für Familie und Beziehung, Psychosoziale Beraterin und Leitung der Kontaktstelle für Alleinerziehende.
Telefonnummer: T +43 (1) 515 52-3343
Webseite: www.alleinerziehende.at