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22.05.2025 · Aus der Diözese · Firmung

Erwachsenenfirmung im Aufwind

Firmung

 

Die Erwachsenenfirmung ist oftmals eine "Brücke zurück zur Kirche". Sie zeigt auch neue Wege für die Glaubensvertiefung und kirchliches Engagement. 

Die Erwachsenenfirmung erlebt in Österreich einen Aufschwung. Das Sakrament, das in Wien am Samstag in der Michaelerkirche gespendet wird, richtet sich an Menschen, die als Jugendliche nicht gefirmt wurden, aber später bewusst ihren Glauben vertiefen oder ein kirchliches Amt - etwa als Tauf- oder Firmpate - übernehmen wollen. Die Theologin Raphaela Pallin, Verantwortliche für die Erwachsenenfirmung in der Erzdiözese Wien, sieht eine zunehmende Bedeutung dieses Angebots: "Die Nachfrage steigt, das Bewusstsein in den Pfarren wächst."

 

Das Firmalter ist in der katholischen Kirche nicht einheitlich geregelt. Während in den Ostkirchen Firmung, Taufe und Eucharistie gemeinsam gespendet werden, wurde im Westen die Reihenfolge verändert: Taufe als Baby, Erstkommunion mit 7, Firmung oft erst mit 14 oder kurz danach, wobei Fachleute darauf hinweisen, dass die Pubertät durchaus auch ein schwieriges Alter für religiöse Entscheidungen sein kann. Allerspätestens am Sterbebett soll die Firmung gespendet werden, zumal sie die christliche Initiation vollendet. Werden Jugendliche erst ab der Religionsmündigkeit mit 14 Jahren oder Erwachsene getauft - ein relativ junges, aber stark zunehmendes Phänomen - erhalten sie zugleich auch Firmung und Erstkommunion.

 

Neu ist die Erwachsenenfirmung nicht: Pallin selbst wurde erst im Alter von 18 Jahren gefirmt. Seit sie 2019 die diözesane Zuständigkeit dafür übernommen hat, wurde das Angebot strukturell weiterentwickelt. Trotz anfangs coronabedingter Einschränkungen konnte eine feste Terminstruktur etabliert werden: Die zentrale Feier in der Wiener Michaelerkirche am Samstag vor Christi Himmelfahrt ist inzwischen zum jährlichen Fixtermin geworden, der es den Kandidaten ermöglicht, etwa zu Pfingsten bereits selbst als Paten tätig werden können. Weihbischof Stephan Turnovzsky wird heuer das Sakrament spenden.

 

Tiefe Glaubenserfahrungen

In der Erzdiözese Wien umfasst die Vorbereitung rund 20 Stunden und findet in zwei Kursformaten statt - entweder im Priesterseminar oder im Pastoralamt der Erzdiözese am Stephansplatz 6, mit jeweils 10 bis 15 Teilnehmern. Neben gemeinsamem Gebet, der Lektüre des Lukasevangeliums und Bibelgesprächen stehen auch zentrale Glaubensinhalte wie Gottesvorstellungen, das christliche Menschenbild, Nachfolge, Tugenden und Sakramente auf dem Programm. Wichtiger Bestandteil ist auch die gemeinsame Teilnahme an der Chrisammesse und die Mitfeier der Liturgie der Kartage und der Osternacht in der eigenen Wohnpfarre.

 

Das Teilnehmerprofil ist vielfältig, berichtet Pallin: "Viele haben eine persönliche Gotteserfahrung gemacht oder verspüren Sehnsucht nach tieferem Glauben. Andere möchten ein Patenamt ernst nehmen und merken: Das ist mehr als nur ein Ehrenamt." Oft handle es sich um Menschen, die nach der Erstkommunion kaum Kontakt zur Kirche hatten - einige seien seit damals in keinem Gottesdienst mehr gewesen. "Es ist bereichernd zu sehen, wie sich Menschen im Laufe des Kurses öffnen, das persönliche Gebet verstärken, Glaubensinhalte entdecken und zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen", so die Theologin.

 

Ermutigung, Bestärkung und Begleitung

Pallin betont, dass die Firmung nicht als Abschluss, sondern als Aufbruch verstanden werden soll: "Der Heilige Geist ist Ermutigung, Bestärkung und Tröstung - gerade im Alltag. Die Firmung will diese Kraft zusprechen und öffnen für einen begleiteten Glaubensweg." Besonders bewegend seien Rückmeldungen nach dem Versöhnungsabend vor der Firmung: Viele hätten nach der Erstbeichte im Volksschulalter nicht mehr gebeichtet. "Wenn sie erleben, wie befreiend das Gespräch mit einem Seelsorger sein kann, öffnet das oft neue spirituelle Horizonte", so die Katechetin.

 

Zunehmend werden auch in ländlichen Regionen eigene Kurse angeboten - "da auch dort die Firmung im Jugendalter nicht mehr selbstverständlich ist". So etwa in Schwarzau am Steinfeld, wo die Seelsorger überprüften und überrascht waren, wie viele Erwachsene in ihrem Pfarrgebiet noch nicht gefirmt sind. Auch Pfarren wie Retz oder Hollabrunn bieten bewusst Erwachsenen-Firmvorbereitung an, teils pfarrübergreifend oder im Dekanat organisiert. "Viele sind bereit, auch weitere Wege auf sich zu nehmen, wenn es ein gutes Angebot gibt", erklärt Pallin. Wichtig sei, dass diese Initiativen sichtbar gemacht werden - etwa über Pfarrmedien oder durchaus auch Bezirkszeitungen.

 

Neue Impulse für Pfarren und Kirche

Pallin sieht in der Erwachsenenfirmung nicht nur eine pastorale Aufgabe, sondern auch eine Chance für die Kirche: "Oft verändert sich durch die Firmung nicht nur das Leben des Einzelnen, sondern auch das des familiären und beruflichen Umfeldes, neue Offenheit und überraschendes Interesse kommen zum Vorschein." Immer wieder gebe es Teilnehmende, die nach dem Sakrament aktiver in der Pfarre mitwirken oder sogar kirchliche Berufungen in sich entdecken. "Ein junger Mann aus dem letzten Kurs tritt im August ins Noviziat in einem Orden ein. Die Firmung war für ihn nach persönlichen Glaubenserfahrungen ein wichtiger Schritt", berichtet sie.

 

Der Wunsch der Expertin: Dass Pfarren künftig verstärkt Glaubenskurse für Erwachsene anbieten - nicht nur Firmvorbereitung für Jugendliche. Formate wie Alphakurse oder bibelbasierte Gesprächsabende könnten dazu niederschwellige Angebote schaffen. "Erwachsenenfirmung ist kein Randthema mehr - sie ist eine Brücke zu einem neuen kirchlichen Leben", so die Erfahrung der Theologin.

erstellt von: red/kathpress
22.05.2025
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Ein Gastkommentar des emeritierten Wiener Universitätsprofessors für Pastoraltheologie, Paul Michael Zulehner.

Firmlinge aus „Am Donaukanal“ drehten ein Video zum Glaubensbekenntnis.

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Firmlinge aus „Am Donaukanal“ drehten ein Video zum Glaubensbekenntnis.

Diözese Feldkirch hebt Firmalter auf 17 Jahre

Neues Firmkonzept soll innerhalb von zehn Jahren angehoben werden.

Wie firm soll man als Gefirmter sein?

Die Aufnahme in die Kirche findet durch die Firmung ihren Abschluss.

Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes

Pfingsten heute

„Antworten“ von Kardinal Christoph Schönborn, in der Zeitung Heute, am Freitag, 2. Juni 2017.

Entdeckungsreise zu den Geistesgaben

Ohne die Gaben des Heiligen Geistes gäbe es gar keine Kirche.Interview mit Th. Söding

#Geistreich

45.000 Jugendliche empfangen österreichweit die Firmung

Sakrament wird traditionellerweise rund um Pfingsten gespendet, Nachfrage in Österreich weiter groß.

Schmetterling landet auf Hand.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Geduld

Als vierte der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Geduld genannt.

Erwachsenenfirmung in Perchtoldsdorf

Vier junge Frauen gefirmt.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht des Friedens

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht des Friedens

Als dritte der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird der Friede genannt. Was ist damit gemeint?

Mädchen läuft mit Luftballons über eine Wiese.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Freude

Als zweite der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Freude genannt. Warum haben wir Grund zur Freude?

Kinderhände halten Blumen

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Liebe

Als erste der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Liebe genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Liebe, Freude, Friedens, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmuts, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit.

Die 12 Früchte des Heiligen Geistes

Liebe, Freude, Friedens, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmuts, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit.

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Gottesfurcht

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Gottesfurcht

Bedeutet die Gabe der Gottesfurcht, dass wir Angst vor Gott haben müssen?

Gebet

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Frömmigkeit

Als sechste der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird die Frömmigkeit genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Sräke bereitet den Boden für den Samen des Glaubens.

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Stärke

Als fünfte der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird die Stärke genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Wenn die Kirche 'Geburtstag' feiert...

Wenn die Kirche "Geburtstag" feiert...

Das Pfingstfest ist eines der ältesten und wichtigsten Feste des Christentums.

Knapp 50.000 Firmungen österreichweit rund um Pfingsten

Enge Verbindung von Pfingsten und Firmung

Knapp 50.000 Firmungen österreichweit rund um Pfingsten.

Rat auf dem Weg des Lebens

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe des Rates

Als dritte der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird der Rat genannt.

2. der 7 Gaben des Heiligen Geistes ist die Einsicht

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Einsicht

Die 2. der 7 Gaben des Heiligen Geists ist die Einsicht, der Heilige Geist steht uns auf unserem Lebensweg zur Seite.

Heiliger Geist

Was sind die 7 Gaben des Heiligen Geistes?

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes gehören zum festen Bestandteil jeder Firmvorbereitung.

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Weisheit

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Weisheit

Die Gabe der Weisheit ist die erste der 7 Gaben des Heiligen Geistes.

Gott Heiliger Geist als Taube, Glasfenster, orthodoxe Kathedrale

Theologe Beck: "Europa ist der Geist ausgegangen"

"Wir nehmen nicht ernst genug, dass der Heilige Geist wichtige Gaben hat", kritisiert Moraltheologe Beck.

Orden gegen Menschenhandel: Podiumsdiskussion zum Thema "Ware Mensch"

Diskussionsveranstaltung am 18. September um 19.00 Uhr in der Pfarre St. Michael.

Pfingsten

Zu Pfingsten erstrahlt der Stephansdom in „frischer Blüte”

Georges Kasbo ist Florist zu Ehren Gottes

Heiliger Geist

Was zu Pfingsten gefeiert wird und warum das Gebet zum Heiligen Geist wichtig ist

Gespräch mit P. Karl Wallner OCist über das „Feuer-Fangen" der jungen Kirche.

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