Der lebendige Rosenkranz ist seit der Wiener Stadtmission im Jahr 2003 mittlerweile eine richtige Tradition. Singend, betend und fröhlich lachend spazieren hunderte junge und alte Pilger in fünf Etappen rund um die Stadt Wien um für die Menschen dieser Stadt und unseres Landes zu beten.
Immer wieder schließen sich Spaziergänger dem fröhlichen Zug an, Menschen fragen, worum es dabei geht und geben gerne ihre persönlichen Gebetsanliegen mit auf den Weg. Die dritte Etappe geht von Alterlaa (U6) um 8:30 bis Donaustadtbrücke (U2). Die Heilige Messe in der Pfarrkirche Neusimmering wird um 13:30 auf Radio Maria übertragen.
"Im Jahr des Betens steht auch der Pilgerweg um Wien der Lebendige Rosenkranz unter diesem Motto," so Kardinal Christoph Schönborn: "Damit der Herr uns den Weg zeigen kann, den Er uns führen will, bedarf es des Hörens auf Sein Wort. Beten macht aufmerksam auf Gottes Spuren in unserem Alltag. Beten wir füreinander, für unsere Nachbarn, für die Regierenden, die Notleidenden, die Suchenden."
Andreas Schätzle, Diözesanpriester und Programmdirektor von Radio Maria ist der Hauptinitiator des lebendigen rosenkranzes. Er erklärt seine Motivation die se Gebete mit Füßen schon zwölf Mal zu organisieren: "Beim Lebendigen Rosenkranz, der Gebetswanderung um Wien in fünf Etappen, beten wir für die Menschen dieser Stadt und unseres Landes – sowie die großen Anliegen unserer Zeit. Zehntausende Menschen zogen in den 50er Jahren mit dem Rosenkranz für die Freiheit Österreichs um den Ring. Der Lebendige Rosenkranz entstand als Gebetswanderung im Jahr 2003 zur Unterstützung der Stadtmission. Im Jahr des Betens 2014 bekommt diese Initiative für die Menschen unserer Diözese besondere Aktualität."
Bei der ersten Etappe, die von Heiligenstadt nach Hütteldorf führte war auch „Der Sonntag“-redakteur Stefan Kronthaler dabei, der von seinen Erlebnissen berichtet:
Seit dem Jahr 2003 – dem Jahr der großen Stadtmission – begleitet der „Lebendige Rosenkranz“, initiiert von Andreas Schätzle und der Berufungspastoral, mit seinen Beterinnen und Betern das Leben der Erzdiözese Wien. Jährlich wird in fünf Etappen die Stadt Wien betend und singend umrundet.
Nach den bislang 55 Etappen stand am 27. April, dem Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, die 56. Etappe auf dem Programm. Der Weg führte bei herrlichem Pilgerwetter von der U-4-Station in Heiligenstadt (Wien 19) über das Schönstatt-Zentrum auf den Kahlenberg zur Sophienalpe und „runter“ nach Hütteldorf (Wien 14). Fünf Rosenkränze – der Freudenreiche, Lichtreiche, Schmerzhafte und Glorreiche sowie der Barmherzigkeits-Rosenkranz – wurden dabei gebetet.
Bei der Eucharistiefeier in der Heiligenstädter Pfarrkirche St. Jakob erinnerte der Rektor der „Hochschule Benedikt XVI.“ in Heiligenkreuz, P. Karl Wallner OCist, an „das Herz als Mittelpunkt der Welt seit dem 7. April 30. n. Chr.“ (dem höchstwahrscheinlichen Todesdatum Jesu). Wallner: „Das Wesen des Christentums ist die Offenbarung des liebenden Gottes. Gott ist Liebe.“
Für Sr. Damaris Pytel (Herz-Jesu-Schwestern, Wien 3) ist der Rosenkranz „ein Gebet der Verbundenheit mit Jesus und Maria“. Sie betet – wie alle hier – für die Stadt. Josef Reinsperger ist „das Gebet für die Diözese und für Stadt und Land wichtig“. Für Robert Zeller ist der Rosenkranz eine Gebet, „mit dem man sehr gut zur Ruhe kommen“ kann. Er ist ein „Hinhören auf Gott.“ Jeannine Erhart „pilgert sehr gern“. Der Rosenkranz ist ihr „Lieblings-Gebet“, sie betet ihn jeden Tag. Für Sr. Edith Mittendorfer (Borromäerinnen) ist es immer wieder „ein großes Ereignis, gemeinsam mit anderen für die Stadt zu beten“. Der Rosenkranz ist für sie eine „Betrachtung des Lebens Jesu“, das sich auch im eigenen Alltag als Ordensfrau widerspiegeln soll. Regina Nemeth geht schon das elfte Mal mit. Sie schätzt dabei „die Gemeinschaft und Verbundenheit mit den Betenden“.