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28.04.2016 · Taufe · Seelsorge

Versöhnt in die Zukunft

Bei der Suche nach den familiären Wurzeln gehe es auch um „die Gestaltung der jetzigen Beziehungen.  Wenn ich bei diesem Thema sensibel bin, lebe ich meine Beziehungen bewusster“, so Scharf.

Das Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ kann auch als Einladung verstanden werden, sich mit seiner Herkunft zu versöhnen, sagt die Geistliche Begleiterin Silke Scharf.

Es besteht häufig ein Leidensdruck, wenn Menschen mit ihren Eltern oder Vorfahren unversöhnt sind“, erzählt Silke Scharf im Gespräch mit dem SONNTAG.

 

 

Seit 2004 begleitet die Sozialbetreuerin  Menschen auf ihrem geistlichen Weg.

 

Ihre Ausbildung dazu machte sie im Europakloster Gut Aich (St. Gilgen). Durch ihren Sozialberuf hat Scharf jahrelange Erfahrung in der Begleitung obdachloser Frauen und Kinder.

 

Die Auseinandersetzung mit den Vorfahren sei wichtig, „weil ich dadurch einen Bezug zu mir und meiner Geschichte bekomme.“


Nicht umsonst gebe es das Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“. Silke Scharf:

 

„Es ist wichtig, anzuerkennen, was unsere Eltern in guter Absicht getan haben, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin.“  Die Beziehung zu den Vorfahren beeinflusse unser Leben in vielfältiger Weise.


„Der Familienstammbaum hat in der geistlichen Begleitung seinen Platz – mit allen Aspekten. 

 

Das Beziehungsgeflecht steht im Vordergrund – Dankbarkeit, Versöhnung und Würdigung können wichtig sein.“

 

Leben Menschen mit ihren Eltern/Vorfahren unversöhnt, gibt es mehrere Möglichkeiten damit umzugehen, eine davon ist, das Thema in der geistlichen Begleitung anzusprechen.

 

„Aus meiner Erfahrung ist der erste und oft nicht einfache Schritt anzuerkennen, was ist und es in die Gegenwart Gottes hineinzunehmen. Sich zu sagen: Es darf so sein wie es ist, und zu wissen, dass Gott darauf schaut.“

 

Es gehe um die Beziehung zu Gott, „darum mein Leben, meine Herkunft in die Gegenwart Gottes zu bringen.“ Es besteht auch die Möglichkeit, sich bei Exerzitien intensiver mit dem Thema zu befassen, „die  Eltern und Vorfahren in der Meditation da sein zu lassen, ohne etwas mit ihnen tun zu müssen. Da kann sich  etwas lösen und heiler werden“.

Viele suchen ihre Wurzeln

Seit 1992 ist Silke Scharf  Sozialbetreuerin im Caritas-Mutter-Kind-Haus Immanuel in Wien. „Da sieht man schon die Generationen, wie sich belastende Themen durch die Familiengeschichte ziehen, wie schwer es z.B. für Familien ist vom sozialen Rand wegzukommen.

 

Ich erlebe auch die Brüchigkeit der Familienstrukturen, wenn Kinder nicht mehr bei den leiblichen Eltern leben können, weil diese mit den Herausforderungen des Elternseins überfordert sind.“ Immer mehr Kinder leben heute in Patchworkfamilien, manche bei Pflege- oder Adoptiveltern.

 

„Die familiären Beziehungen sind nicht mehr so linear wie früher“, sagt Scharf. Auch die moderne Fortpflanzungsmedizin wirft die Frage nach der persönlichen Herkunft auf.

 

Bei der Suche nach den familiären Wurzeln gehe es auch um „die Gestaltung der jetzigen Beziehungen.  Wenn ich bei diesem Thema sensibel bin, lebe ich meine Beziehungen bewusster“, so Scharf. Zudem werde die Frage berührt: „Wie lebe ich meinen Glauben, und wie haben meine Eltern ihren Glauben gelebt?

 

Was tragen wir weiter und wo gehen neue Generationen auch neue Wege, werden Traditionen durchbrochen und neu gestaltet?“ Das sei in Familien immer wieder Thema.   

Silke Scharf lädt regelmäßig zu „offlinetagen“ für Menschen, die auf der Suche nach Stille und Reflexion sind (Infos unter: www.offlinetage.at)


Mehr über Geistliche Begleitung unter: www.erzdioezese-wien.at/spiritualitaet

erstellt von: Der SONNTAG / Agathe Gansterer
28.04.2016
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Weitere Informationen

 

 

Silke Scharf: „Die Familienstrukturen sind nicht mehr so linear wie früher.“

 

 

Silke Scharf lädt regelmäßig zu „offlinetagen“ für Menschen, die auf der Suche nach Stille und Reflexion sind (Infos unter: www.offlinetage.at)


Mehr über Geistliche Begleitung unter: www.erzdioezese-wien.at/spiritualitaet

 

 

 

mehr zum Thema: Ahnenforschung

 

Auf der Suche nach de eigenen Wurzeln

 

Ahnenforschugn als Teil der Religion

 

 

 

 

Der Sonntag

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Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
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Gefängniskorridor

Gefängnisseelsorger: Mehr Betreuung psychisch kranker Gefangener

Zahl der Gefängnisinsassen, die sich im letzten Jahr das Leben nahmen, verdoppelt. Seelsorger: Mangelndes Personal und Unterstützungsangebote Teil des Problems.

Notfallseelsorge ist Erste Hilfe für die Seele in außerordentlichen Notfällen und Krisensituationen. Sie wendet sich an Menschen, die durch elementare Ereignisse in ihrer Lebensgewissheit schwer erschüttert sind. Insbesondere sieht sie ihre Aufgabe i

Notfallseelsorge als "Erste Hilfe für die Seele"

Blaulichtorganisationen fordern Seelsorge für Angehörige bei Unfällen und Suiziden an.

Woman feeling alone during christmas holiday

Telefonseelsorge: „Weihnachtsungeheuer“ trübt Feiertagsfreude

Viele erleben Weihnachten als kein heiles, sondern belastendes Fest. Konflikte, Trauer und Ängste haben zu den Feiertagen Hochkonjunktur. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr für alle Sorgen und Nöte unter der Nummer 142 kostenlos erreichbar.

Gesprächsinsel

Ordensgemeinschaften bauen Angebot in Wiener Gesprächsinsel aus

Die Österreichische Ordenskonferenz übernimmt mit 1. Jänner 2024 die Trägerschaft der Gesprächsinsel, des citypastoralen Angebots im Zentrum von Wien. Die Gesprächsinsel als sozialer und spiritueller Brennpunkt wird ausgebaut und weiterentwickelt.

Erzdiözese Wien feierte Tauf-Zulassung von 14 Erwachsenen

Erzdiözese Wien feierte Tauf-Zulassung von 17 Erwachsenen

Pastoralamtsleiter Beranek überreichte Katechumenen Zulassungskurkunden. Erwachsene Täuflinge werden tendenziell jünger, Österreicher bilden größte Gruppe.

Sendungsgebet

Sendungsfeier der PastoralassistenInnen und KrankenhausseelsorgerInnen

Kardinal Christoph Schönborn sendete sechs Frauen und vier Männer am 21. September 2023 im Stephansdom für ihren Dienst als PastoralassistentInnen und KrankenhausseelsorgerInnen.

Leitungswechsel in Citypastoral-Angebot 'Gesprächsinsel'

Leitungswechsel in Citypastoral-Angebot "Gesprächsinsel"

Die bisherige stv. Leiterin des Seelsorgeangebots, Verena Osanna, folgt auf Sr. Hermi Dangl, die in Ruhestand geht.

Verzweifelter Mann mit Smartphone

Weltsuizidpräventionstag: Einsamkeit lindern und Hoffnung geben

Was tun, wenn Einsamkeit krank macht und Betroffenen den Lebenswillen raubt? Anlässlich des Weltsuizidpräventionstags am 10. September macht die Telefonseelsorge Wien auf Hilfsangebote aufmerksam.

Kapelle in der Justizanstalt Josefstadt

Gefängnisseelsorger: "Der Mensch ist mehr als seine Tat"

Neuer leitender Anstaltsseelsorger der Justizanstalt Josefstadt, Jonathan Werner, im Interview über Missverständnisse und Vorurteile gegenüber Justizanstalten und Häftlingen.

Antonia Keßelring

Telefonseelsorge: Anrufer-Hoch im Sommer

Die meisten Anrufer des Jahres zählt die Telefonseelsorge Wien nicht zu Weihnachten (wie oft gedacht), sondern jetzt in der Urlaubssaison. Denn Entlastungsangebote wie Therapeuten und Ärzte haben Sommerpause, die Sorgen der Menschen fahren aber nicht auf Urlaub.

1000 Gespräche bei Festivalseelsorge auf Donauinselfest

Viele Menschen nutzten das Seelsorge-Angebot und teilten ihre Sorgen und Nöte mit speziell geschulten Festivalseelsorgern. Der Großteil der Gesprächspartner war unter 30.

Telefonseelsorge ist seit 25 Jahren kostenlose Notruf-Nummer

Psychosozialer Notruf unter der Nummer 142 erfährt auch nach Hochphase der Pandemie große Nachfrage. Chatberatung von jüngeren Ratsuchenden genutzt.

Geistlichen Begleitung: 'Autonomie und Authentizität in seelsorglicher Begleitung immer wichtiger'

Diözesane BegleiterInnen: "Autonomie und Authentizität in seelsorglicher Begleitung immer wichtiger"

Jährliches Austauschtreffen von cirka 50 geistlichen Begleiter*innen, die in der Berufungspastoral und im Erwachsenenkatechumenat tätig sind.

Kirche rechnet heuer mit österreichweit 150 Erwachsenentaufen

Feierliche Zulassung von 64 Taufkandidaten in der Erzdiözese Wien.  Taufbewerberzahl nach stärkeren Jahrgängen weiterhin durch Corona und Veränderungen bei der Migration bedingt.

Dompfarrer Toni Faber

Valentinstag: Segensfeiern für Liebende in vielen Kirchen

Auch heuer wieder feiern Kirchen in der Erzdiözese Wien den Valentinstag mit Segnungen für Paare und Einzelpersonen. Im Stephansdom segnet Dompfarrer Toni Faber am 14. Februar um 20:00 Uhr Liebende.

im Cafe Caspar - Felix Ehrenbrandner, Pia Manfrin (Leitungsassistentin KHG Wien), Simone Wosniok, Johannes Kutter, Matthäus Hilus (Delegation KHG Köln), Sebastian Laschet (Student), P. Simon De Keukelaere (Leiter KHG Wien)

Inspirationsreise der Kölner KHG zur Katholischen Hochschulgemeinde Wien

Das Leitungsteam der KHG Köln hat das Jahr 2023 mit einer dreitägigen Lern- und Inspirationsreise zur Katholischen Hochschulgemeinde Wien begonnen.

Positive Zwischenbilanz beim Caritas-'Plaudernetz' gegen Einsamkeit

Positive Zwischenbilanz beim Caritas-"Plaudernetz" gegen Einsamkeit

Wiener Caritasdirektor Schwertner: Rund 30.800 Gespräche seit Gründung der Initiative im April 2020 geführt. 4.100 Plauderpartner in ganz Österreich im Einsatz.

Weihnachten für Einsame 2022

Nicht alle können Weihnachten in Gesellschaft feiern. Pfarren bieten spezielle Feiern für Einsame oder Trauernde an. Auch die Telefonseelsorge ist über Weihnachten voll besetzt im Einsatz.

Die Telefonseelsorge möchte ein Stück Weihnachten mit Einsamen und Verzweifelten teilen

Leiterin Antonia Keßelring: Die Telefonseelsorge hat zu Weihnachten Hochkonjunktur – Tipps für ein harmonisches Fest – Angebote in Pfarren für Menschen, die mit anderen feiern möchten Die Telefonseelsorge ist kostenlos Tag und Nacht unter der Nummer 142 erreichbar.

14 Jahre Wiener „Gesprächsinsel“: Dank und Auftrag in die Zukunft

Aufgrund der steigenden Nachfrage für die Angebote der Gesprächsinsel wurden heuer auch die Öffnungszeiten in die Abendstunden erweitert.

Menschen mit Behinderung feierten Gottesdienst im Stephansdom

Menschen mit Behinderung feierten Gottesdienst im Stephansdom

Barrierefreie Messfeier anlässlich des Welttags. Weihbischof Scharl: Menschen mit Behinderung im Zentrum der Kirche. Domprediger Huscava verweist auf Grundhaltungen Hoffnung und Empathie.

Weitere 20 Erwachsene zur Taufe zugelassen

Weitere 20 Erwachsene zur Taufe zugelassen

Zweite Zulassungsfeier der Erzdiözese Wien mit Taufbewerber aus dem mittleren Osten und Österreich. Insgesamt 200 Erwachsenentaufen österreichweit.

TelefonSeelsorge berät seit 10 Jahren auch online

TelefonSeelsorge berät seit 10 Jahren auch online

Die TelefonSeelsorge – Notruf 142 unterstützt Menschen in Krisenzeiten. Seit 10 Jahren bietet sie auch Beratung per Mail und Chat an, die vor allem von jüngeren Menschen gern in Anspruch genommen wird.

Gesprächsinsel

Wiener „Gesprächsinsel“: Längere Öffnungszeiten – starker Anstieg im Angebot in den sozialen Medien

Aufgrund der Nachfrage nach Gesprächen ist die Einrichtung auf der Wiener Freyung nunmehr täglich von Montag bis Freitag acht Stunden lang geöffnet.

Telefonseelsorge: Urlaubszeit kann belastend sein

Für Antonia Keßelring, Leiterin der Telefonseelsorge in der Erzdiözese Wien, gibt es "kein Sommerloch".

Festivalseelsorger: Reaktionen auf kirchliche Präsenz sehr positiv

Festivalseelsorger: Reaktionen auf kirchliche Präsenz sehr positiv

Referent für Festivalseelsorge, Florian Baumgartner: Viel Gesprächsbedarf bei Festivalbesuchern, Glaubens- oder Kirchenthemen spielen dabei aber kaum eine Rolle.

„Reisesegen to go“ zum Start der Urlaubssaison am Hauptbahnhof Wien und Stephansplatz

„Reisesegen to go“ zum Start der Urlaubssaison am Hauptbahnhof Wien und Stephansplatz

Mit Gottes Segen in den Urlaub: Im „Raum der Stille“ am Wiener Hauptbahnhof und im „Quo vadis?“ am Stephansplatz können alle, die es möchten, am Freitag, den 1. Juli 2022, einen Reisesegen für ihre Sommerferien empfangen.

Festivalseelsorge

Festivals und Seelsorge – passt das zusammen?

Aber ja, nicht nur werden die Seelsorger teils extra von den Veranstaltern angefragt, es gibt im März auch eine eigene Ausbildung zur Festivalseelsorge.

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