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09.05.2017

Familienverband verleiht erstmals Schattovits-Medaille

Ehrung für frühere ehrenamtlich Engagierte sowie ÖIF-Direktor Wolfgang Mazal.

Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) verleiht erstmals die "Dr. Helmuth Schattovits-Medaille". Laut einem Präsidiumsbeschluss, über den Präsident Alfred Trendl am Montag, 8. Mai 2017 informierte, wird diese regelmäßige Ehrung verdienter ehrenamtlicher Vorsitzender und Vizepräsidenten künftig den Namen des vor zwei Jahren verstorbenen Familienexperten tragen. Helmuth Schattovits sei ein "visionärer Vordenker" gewesen, "der sein Leben unermüdlich in den Einsatz der Familien stellte". Zudem erweitert der Familienverband die Richtlinien für die zu Ehrenden: "Künftig und in Ausnahmesituationen können auf Beschluss des Präsidiums auch Außenstehende für besondere Verdienste geehrt werden."

 

Im Fall von Univ.-Prof. Wolfgang Mazal wurde dies bereits schlagend: Als Dank und Anerkennung für seine langjährige Unterstützung des Katholischen Familienverbandes in gesellschafts- und familienpolitischen Fragen wurde dem Arbeits- und Sozialrechtler die Ehrung ebenso zugesprochen wie den früheren Verbandsfunktionärinnen Mechtild Lang, Hildegard Rath, Sieglinde Sadowski, Wilma Steinbacher und Gabriele Strele. Die Überreichung erfolgte im feierlichen Rahmen in der Ellipse am Wiener Kahlenberg.

 

Helmuth Schattovits prägte die österreichische Familienpolitik wie kaum kein anderer: Er gilt als "Vater des modernen Kinderbetreuungsgeldes", an dessen Einführung er 2002 maßgeblich beteiligt war. Acht Jahre (1970 bis 1978) stand er dem Katholischen Familienverband als Präsident vor, 1994 gründete er das Österreichische Institut für Familienforschung, zudem gehörte er bis 1987 gemeinsam mit seiner Ehefrau Renate dem Päpstlichen Familienrat an. Alfred Trendl versprach unverminderten Einsatz des Katholischen Familienverbandes zum Wohle aller Familien; "wir fordern gerechte materielle und ideelle Rahmenbedingungen, die auch in Zukunft ein gelingendes Familienleben ermöglichen".

 

Der Präsident der größten, überparteilichen Familienorganisation Österreichs hob auch die Verdienste von Wolfgang Mazal hervor: "Er steht nicht nur uns mit seiner Expertise und seinem Fachwissen zur Verfügung, er wird auch nicht müde, öffentlich auf Missstände in der Familienpolitik hinzuweisen und sich für eine gerechte Unterstützung von Familien einzusetzen.