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16.04.2018 · Glaube · Firmung

Firmvorbereitung in Österreichs Pfarren auf der Zielgeraden

In der Vorbereitung für das Sakrament gibt es derzeit in den meisten Diözesen zusätzlich zu wöchentlichen oder an Wochenenden geblockten Treffen auch überregionale Jugendbegegnungen mit teils 500 Teilnehmern und mehr. Hier die "Nacht des Feuers" in der Diözese St. Pölten.

Große überregionale "SpiriNights" in den Diözesen vermitteln jugendgerecht Gemeinschaftserlebnisse.

Junge Menschen stehen in Österreichs Pfarren in der Zeit nach Ostern im besonderen Fokus: Rund um das Pfingstfest (20. Mai) empfangen über 45.000 Jugendliche die Firmung. In der Vorbereitung für das Sakrament gibt es derzeit in den meisten Diözesen zusätzlich zu wöchentlichen oder an Wochenenden geblockten Treffen auch überregionale Jugendbegegnungen mit teils 500 Teilnehmern und mehr.

 

Die von der Katholischen Jugend ausgerichteten Veranstaltungen, an denen sich auch einige Bischöfe beteiligen, verweisen auf die Flamme als Symbol des Heiligen Geistes, um dessen Beistand bei der Firmung besonders gebetet wird. Kirchliche Gemeinschaftserlebnisse in jugendgerechter Sprache werden dabei ermöglicht.

 

SpiriNights

Unter dem Motto "Komm, wir bringen die Welt zum Leuchten" startete beispielsweise die Diözese Linz am Samstag eine Reihe mehrerer "SpiriNights" in Oberösterreich. In Eggelsberg, Puchheim, Rohrbach und Andorf werden in Summe 1.000 Jugendliche erwartet, um auf kreative, sportliche und musikalische Weise, in der Reflexion von Alltagsthemen oder auch in Impulsen zu Zivilcourage und globalen Zusammenhängen den persönlichen Glauben an Gott zu vertiefen. Auch Bischof Manfred Scheuer beteiligt sich an einer der Großveranstaltungen. Insgesamt empfangen im Jahr 2018 knapp 10.000 junge Oberösterreicher das Sakrament der Firmung.

Die Diözese Graz-Seckau rechnet mit 3.000 jungen Teilnehmern der zwölf steirischen "SpiriNights". Vielfältige Workshops und Stationen - von Rosenkranz- und Firmanstecker-Basteln über Diskussionen zu Jugendthemen bis hin zu gruppendynamischen Spielen und Übungen - unterstützen die Firmkandidaten dabei, Glaube und Kirche auf neue Art und Weise kennenzulernen. Einige Treffen fanden bereits statt, darunter am Samstag im Stift St. Lambrecht oder eine Woche zuvor in Stift Vorau, wo allein bereits 600 Jugendliche und jeweils 150 ehrenamtlichen Helfern und Begleitpersonen zugegen waren. Auch im Stift Admont (20. April) ist eine diözesane "SpiriNight" geplant, daneben gibt es auch kleiner dimensionierte Treffen auf Dekanatsebene.

In der Diözese St. Pölten, in der heuer 5.000 Jugendliche das Firmsakrament empfangen werden, gab es vor einer Woche im Stift Seitenstetten eine vom Jugendhaus Schacherhof und der Katholischen Jugend gestaltete "Nacht des Feuers" mit 530 Firmkandidaten, ebenso wie auch in Stift Göttweig. Bei beiden Ereignissen gaben die Äbte Petrus Pilsinger und Columban Luser Impulse zum Thema Firmung. Die Großveranstaltungen erlaubten den Jugendlichen zu erfahren, "dass sie viele sind und dass sie eine große Gemeinschaft sind", wird Abt Pilsinger in einer Aussendung der Diözese St. Pölten zitiert. Auch in Langegg bei Schrems und im Stift Altenburg standen stimmungsvolle Lichtfeiern auf dem Programm.

In Kärnten lud die Katholische Jugend die Firmkandidaten der Diözese Gurk-Klagenfurt bereits im Februar und März nach Tanzenberg zu mehrtägigen "SpiriNights"-Treffen, bei denen im Stationenbetrieb die "Gaben des Heiligen Geistes" - es sind dies Erkenntnis, Einsicht, Weisheit, Rat, Gottesfurcht, Stärke und Frömmigkeit - vermittelt werden. Auch ein Mitternachtsgottesdienst war Teil des Programms. Ähnlich in der Erzdiözese Salzburg, in der die Katholische Jugend zwischen Jänner und März vier "SpiriNights" - in Saalfelden, Liefering, Kufstein und St. Johann - anbot. In Wien lädt Kardinal Schönborn Firmlinge monatlich zu einer "Berufungsmesse" in die Kirche St. Brigitta.

Die Diözese Feldkirch, in der 2.300 Firmungen anstehen, berichtet von einem Treffen der Firmlinge der Bregenzer Pfarren Mariahilf und Herz Jesu mit Bischof Benno Elbs, bei man nach einem offenen Gespräch über Gott und die Welt einen "Versöhnungsweg" zum Bodenseeufer ging. Themen waren dabei u.a. der Blick auf Ereignisse im Leben, die nicht gelungen sind oder bei denen es Brüche gab. "Nur Gott kann Sachen wieder ganz machen", lautete eine Botschaft des Abends, der bei einem Feuer am See ausklang. Bei einem noch ausstehendem "Patentag", an dem auch die Firmpaten dabei sind, kommen in einem Hochseilgarten die Themen Vertrauen und Heiliger Geist zur Sprache. Erst im Vorjahr hatte die Diözese beschlossen, das Firmalter bis 2027 schrittweise auf 17 Jahre anzuheben, um so eine "reifere Auseinandersetzung mit dem Glauben" zu fördern.

 

Vorbereitung in den Pfarren

Unspektakulärer, doch inhaltlich tiefgehend gestaltet sich der Alltag der Firmvorbereitung, der in den einzelnen Pfarren meist in Kleingruppen stattfindet. Als Beispiel dafür berichtet die aktuelle Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" über die Firmstunden in Niederrußbach. Der bereits langjährige Firmbegleiter Johann Schachenhuber (68) leitet die jeden Samstagnachmittag stattfindenden Treffen - "nicht als Lehrer, sondern auf Augenhöhe", wird er zitiert - und besucht anschließend mit den Jugendlichen den Gottesdienst vom Sonntag-Vorabend. In der Lerneinheit werden Themen aus dem Jugendkatechismus "Youcat" besprochen oder am Handy Bibelstellen gelesen; organisatorisch setzt man auf WhatsApp. Nach der Firmung - gespendet von Weihbischof Stephan Turnovszky - ist für August eine zweitägige Fußwallfahrt der Firmgruppe nach Mariazell geplant.

 

Sakramente der christlichen Initiation

Die Firmung ist neben Taufe und Eucharistie eines der drei Sakramente der christlichen Initiation. Bei ihr bekräftigt der junge Mensch seinen Glauben an Gott und die Zugehörigkeit zur Kirche und erbittet von Gott die Stärkung für sein Leben, in Form des Heiligen Geistes. Gespendet wird die Firmung an Jugendliche im Alter von rund 14 Jahren, vom Bischof oder einem von ihm Beauftragten. Der bei der Firmung zugesagte Heilige Geist soll den Jugendlichen dabei helfen, "inmitten den vielen Stimmen, die heute von Snapchat bis WhatsApp auf einen eindringen, die Stimme Gottes herauszuhören und ihr zu folgen", formulierte der Wiener Bischofsvikar Dariusz Schutzki am Sonntag bei der zweiten von insgesamt drei Firmungen in der Pfarre Wien-Essling, wo heuer 56 Jugendliche das Sakrament empfangen.

erstellt von: red/kap
16.04.2018
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Weitere Informationen:

Schwerpunkt Firmung auf erzdioezese-wien.at

 

Firmung:

www.firmung.at

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Pfarren in kreativem Großeinsatz

Der Herbst ist für die katholischen Pfarren der Erzdiözese Wien heuer ganz anders: Hunderte Erstkommunion- und Firmungsfeiern, die traditionellerweise im Frühling stattfinden, wegen des Lockdowns aber verschoben werden mussten, werden nun innerhalb weniger Wochen durchgeführt.

Wegen Corona: Firmungen erst ab Herbst

Sakrament wird traditionellerweise rund um Pfingsten gespendet, wegen der Corona-Maßnahmen auf Herbst und 2021 verschoben.

Theologe: Heiliger Geist Bindeglied zwischen Gott und Mensch

Wiener Moraltheologe und Mediziner, Matthias Beck: "Sich auf Heiligen Geist einzulassen, führt nicht zu einer weiteren Fremdbestimmung, sondern ermöglicht Selbstbestimmung und Selbstwerdung".

Pfingsten: Mehr als 40.000 Jugendliche empfangen Firmung

Sakrament wird traditionellerweise rund um Pfingsten gespendet, Nachfrage in Österreich weiter groß.

Glaube.Liebe.Rapid: Angebot und Gewinnspiel für Firmgruppen

"Mein Weg zur Firmung", unter diesem Motto lädt Rapidseelsorger Christoph Pelczar Firmgruppen ein, sich mit dem Buch "Glaube.Liebe.Rapid" und dem "Youcat" auseinander zu setzen.

Sakramente: Zu komplex für eine einheitliche Lösung

Die „neue Marschrichtung“ für die Praxis der Sakramente von Erstkommunion und Firmung.

Firmung, Beichte, Erstkommunion

Sakramente neu gedacht. Die ersten Ergebnisse aus einer großen Pfarrumfrage sind da.

Diözese Bozen hebt Firmmindestalter auf 16 an

Vorbereitung muss mehr als ein Jahr dauern.

Firmvorbereitung in Österreichs Pfarren auf der Zielgeraden

Über 45.000 Jugendliche empfangen an den Sonntagen um Pfingsten nach längerer Vorbereitung das Firmsakrament .

 

Sollen wir in Zukunft nur mehr Erwachsene firmen?

Diskussion über das Sakrament der Firmung

Expertenmeinungen zum idealen Alter der Firmkandidaten

Drei Pastoraltheologen geben Antwort.

Pastoraltheologe Zulehner über seine Erfahrungen in der Firmvorbereitung

Ein Gastkommentar des emeritierten Wiener Universitätsprofessors für Pastoraltheologie, Paul Michael Zulehner.

Firmlinge aus „Am Donaukanal“ drehten ein Video zum Glaubensbekenntnis.

Dieses Video müssen Sie unbedingt ansehen

Firmlinge aus „Am Donaukanal“ drehten ein Video zum Glaubensbekenntnis.

Diözese Feldkirch hebt Firmalter auf 17 Jahre

Neues Firmkonzept soll innerhalb von zehn Jahren angehoben werden.

Wie firm soll man als Gefirmter sein?

Die Aufnahme in die Kirche findet durch die Firmung ihren Abschluss.

Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes

Pfingsten heute

„Antworten“ von Kardinal Christoph Schönborn, in der Zeitung Heute, am Freitag, 2. Juni 2017.

Entdeckungsreise zu den Geistesgaben

Ohne die Gaben des Heiligen Geistes gäbe es gar keine Kirche.Interview mit Th. Söding

#Geistreich

45.000 Jugendliche empfangen österreichweit die Firmung

Sakrament wird traditionellerweise rund um Pfingsten gespendet, Nachfrage in Österreich weiter groß.

Schmetterling landet auf Hand.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Geduld

Als vierte der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Geduld genannt.

Erwachsenenfirmung in Perchtoldsdorf

Vier junge Frauen gefirmt.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht des Friedens

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht des Friedens

Als dritte der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird der Friede genannt. Was ist damit gemeint?

Mädchen läuft mit Luftballons über eine Wiese.

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Freude

Als zweite der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Freude genannt. Warum haben wir Grund zur Freude?

Kinderhände halten Blumen

12 Früchte des Heiligen Geistes: Die Frucht der Liebe

Als erste der 12 Früchte des Heiligen Geistes wird die Liebe genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Liebe, Freude, Friedens, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmuts, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit.

Die 12 Früchte des Heiligen Geistes

Liebe, Freude, Friedens, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmuts, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit.

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Gottesfurcht

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Gottesfurcht

Bedeutet die Gabe der Gottesfurcht, dass wir Angst vor Gott haben müssen?

Gebet

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Frömmigkeit

Als sechste der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird die Frömmigkeit genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Sräke bereitet den Boden für den Samen des Glaubens.

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Stärke

Als fünfte der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird die Stärke genannt. Was ist damit jedoch gemeint?

Wenn die Kirche 'Geburtstag' feiert...

Wenn die Kirche "Geburtstag" feiert...

Das Pfingstfest ist eines der ältesten und wichtigsten Feste des Christentums.

Knapp 50.000 Firmungen österreichweit rund um Pfingsten

Enge Verbindung von Pfingsten und Firmung

Knapp 50.000 Firmungen österreichweit rund um Pfingsten.

Rat auf dem Weg des Lebens

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe des Rates

Als dritte der sieben Gaben des Heiligen Geistes wird der Rat genannt.

2. der 7 Gaben des Heiligen Geistes ist die Einsicht

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Einsicht

Die 2. der 7 Gaben des Heiligen Geists ist die Einsicht, der Heilige Geist steht uns auf unserem Lebensweg zur Seite.

Heiliger Geist

Was sind die 7 Gaben des Heiligen Geistes?

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes gehören zum festen Bestandteil jeder Firmvorbereitung.

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Weisheit

7 Gaben des Heiligen Geistes: Die Gabe der Weisheit

Die Gabe der Weisheit ist die erste der 7 Gaben des Heiligen Geistes.

Gott Heiliger Geist als Taube, Glasfenster, orthodoxe Kathedrale

Theologe Beck: "Europa ist der Geist ausgegangen"

"Wir nehmen nicht ernst genug, dass der Heilige Geist wichtige Gaben hat", kritisiert Moraltheologe Beck.

Orden gegen Menschenhandel: Podiumsdiskussion zum Thema "Ware Mensch"

Diskussionsveranstaltung am 18. September um 19.00 Uhr in der Pfarre St. Michael.

Pfingsten

Zu Pfingsten erstrahlt der Stephansdom in „frischer Blüte”

Georges Kasbo ist Florist zu Ehren Gottes

Heiliger Geist

Was zu Pfingsten gefeiert wird und warum das Gebet zum Heiligen Geist wichtig ist

Gespräch mit P. Karl Wallner OCist über das „Feuer-Fangen" der jungen Kirche.

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