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17.05.2018

Weitere Reaktionen auf Ernennung von Bischof Schwarz

Niederösterreichs Landeshauptfrau Mikl-Leitner, Grazer Diözesanbischof Krautwaschl, Familienverbandspräsident Trendl, Feldkircher Bischof Elbs.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hält große Stücke auf den künftigen St. Pöltner Bischof. "Alois Schwarz zeichnet sich aus durch Sensibilität und Menschlichkeit und ist ganz klar in seinen Entscheidungen", lobte sie den am Donnerstag, 17. Mai 2018 von Papst Franziskus ernannten bisherigen Kärntner Bischof. Sie habe Schwarz als einen Menschen kennengelernt, "der das Miteinander besonders in den Vordergrund stellt", so Mikl-Leitner. Auch in schwierigen Zeiten für die Kirche habe er immer den Dialog gesucht, andere Meinungen gehört und sie mit Kritikern ausdiskutiert. "Diese menschliche Qualität und Geradlinigkeit macht ihn nicht nur zum Vorbild, sondern auch zu einem Hoffnungsträger", sagte die Landeschefin.

 

Mit Alois Schwarz kehre zudem ein Niederösterreicher in seine Heimat zurück. Das Land Niederösterreich sage dem neuen Diözesanbischof "ein herzliches Willkommen", betonte Mikl-Leitner in einer Aussendung am Donnerstag.

 

Gleichzeitig richtete die Landeshauptfrau auch ein "großes Danke" an den scheidenden Diözesanbischof Klaus Küng. Dieser habe die Diözese St. Pölten und damit das Land Niederösterreich in den vergangenen Jahren "intensiv geprägt und mitgestaltet". Küng sei in einer besonders herausfordernden Situation nach St. Pölten gekommen, erinnerte Mikl-Leitner an die Turbulenzen rund um Küngs Vorgänger Kurt Krenn. "Mit Menschlichkeit, Nächstenliebe und der großen Kraft eines tiefen Glaubens" habe Küng in dieser schwierigen Anfangszeit für Ausgleich gesorgt. Bewährt habe sich unter Klaus Küng auch "das hervorragende Miteinander zwischen Diözese und Land", etwa bei zahlreichen Denkmalschutzprojekten, wies Mikl-Leitner hin.

 

Glückwünsche Krautwaschls

Der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl beglückwünschte seinen Amtskollegen Alois Schwarz zu dessen neuer Aufgabe in der Diözese St. Pölten. Er wünsche ihm "eine 'neue Heimat' in seiner 'alten Heimat' zu finden", teilte Krautwaschl am Donnerstag mit. Er baue weiterhin auf das "brüderliche Miteinander" und lud dazu ein, für den neu zu bestellenden Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt zu beten.

 

Trendl dankt für Einsatz für Familien

„Wir wünschen Familienbischof Klaus Küng einen schönen, wohlverdienten Ruhestand und bedanken uns für seinen unermüdlichen Einsatz für Familien“, sagt Familienverbandspräsident Alfred Trendl anlässlich der Annahme des Rücktrittsgesuches des Bischofs der Diözese St. Pölten.

 

 

Er hatte in dieser Position auch die Funktion des Familienbischofs inne, die er mit großem Einsatz ausübte: „Als Katholischer Familienverband standen wir stets in regelmäßigem Austausch und gutem Einvernehmen mit Bischof Küng“, sagt Trendl und erinnert sich an die Unterstützung anlässlich der Petition „Familienbeihilfe anheben“: „Finanzielle Gerechtigkeit für Familien war ihm stets ein Anliegen, und er unterstützte uns tatkräftig“, so der Familienverbandspräsident. Ein Herzensthema war dem studierten Mediziner, der auch als Arzt tätig war, Lebensschutz und ethische Fragen: „Wir bedauern es, hier einen kompetenten Ansprechpartner in medizinischen Fragen zu verlieren“, so Trendl. Er verweist auf die tatkräftige Unterstützung der Plattform „kinderbekommen.at“, ein Zusammenschluss mit dem Ziel Gefahren und Chancen der modernen Fortpflanzungsindustrie zu thematisieren. Die Kompetenz von Küng in Familienfragen reichte bis nach Rom: Er war nicht nur in der Österreichischen Bischofskonferenz für Ehe und Familie, Bioethik und Fragen des Lebensschutzes zuständig sondern auch als Konsultor des Päpstlichen Rates für die Familie. Erst im Jänner 2018 forderte Bischof Küng in einem Interview mit der Katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“: „Familie muss sich als roter Faden durch alle Bereiche der Politik ziehen“, so Bischof Küng und drückte sein Bedauern gegenüber dem Ehe-Verständnis des Verfassungsgerichtshofes aus: „Bischof Küng hat sich nie dem Mainstream angepasst, sondern immer klare und pointierte Positionen vertreten“, so Trendl.

 

Elbs erwartet pastorale Impulse

"Als einen entschieden pastoral denkenden Seelsorger" hat der Feldkircher Bischof Benno Elbs den baldigen St. Pöltner und bisherigen Gurker Bischof Alois Schwarz gewürdigt. Dieser bringe aus seiner Zeit in der Erzdiözese Wien und seit 2001 in Kärnten viele reiche Erfahrungen für die Leitung einer Diözese mit, wies Elbs in seiner Stellungnahme zur Bischofsernennung hin. Vor allem verstehe es Schwarz, das gute Miteinander zu stärken und zu fördern. Elbs: "Ich bin mir sicher, dass er die richtigen pastoralen Impulse in unserer sich rasch verändernden Zeit setzen wird und wünsche ihm und der Diözese St. Pölten Gottes Geist und Segen."

 

Lackner: Freue mich für St. Pölten

"Ich freue mich für die Diözese St. Pölten, dass Bischof Alois Schwarz mit seiner reichen Erfahrung das Hirtenamt in seinem Heimatbundesland übernimmt": Das erklärte der Salzburger Erzbischof Franz Lackner in einem Statement zur Bischofsernennung am Donnerstag. Seit langem kenne er Bischof Schwarz "und schätze die hohe Kompetenz seiner Arbeit in der Pastoral, das qualitätsvolle wirtschaftliche und ökologische Engagement".

 

Caritas: "Willkommen, Bischof Alois"

Hannes Ziselsberger, der Caritasdirektor der Diözese St. Pölten, bekundete Freude auf die "Zusammenarbeit im Zeichen der Nächstenliebe und der Hilfe für Menschen am Rand der Gesellschaft" mit dem neuen Bischof. In seiner Stellungnahme unter dem Titel "Willkommen, Bischof Alois Schwarz, in St. Pölten" bezeichnete er es als  Herausforderung für Schwarz, "gemeinsam mit 'seiner' Caritas, immer jene im Blick zu haben, die keine Lobby und keine Stimme in der Öffentlichkeit haben".

 

Gleichzeitig dankt Ziselsberger dem scheidenden Diözesanbischof Klaus Küng für seine Verdienste um die Diözese, vor allem aber auch um die St. Pöltner Caritas: "Barmherzigkeit und Nächstenliebe waren Küng als Diözesanbischof immer ein großes Anliegen."

 

Jubel in Diözesansportgemeinschaft

"Dass wir als Diözesansportgemeinschaft St. Pölten jetzt den 'Sport-Bischof' bekommen, lässt uns jubeln": Das sagte Vorsitzender Josef Eppensteiner in seiner am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme. Alois Schwarz sehe im Sport einen wichtigen Zugang zum Glauben in der Gemeinschaft. Der neue Bischof sei zugleich "ein bodenständiger gläubiger Mensch mit viel Gespür" und ein Bischof mit "Weitblick und Zukunftsvision". Eppensteiner dankte Bischof Küng, "auch er war uns immer ein guter Ansprechpartner".