Dienstag 21. April 2026

Schnellsuche auf der Website

07.03.2019

„Kirche ohne Mission ist wie die Schweiz ohne Käse“

Der 2. Inspirationstag, am 26. April 2019 in Wien, ist ein Tag mit Ideen.

 

 

  • Wollen Sie in Ihrer Pfarre ein neues Feuer für den Glauben entfachen und Menschen zur Freundschaft mit Jesus einzuladen?
     
  • Suchen Sie nach Ideen, wie Leitung im Team gelingen kann, wie Begabungen entdeckt und gefördert werden können?
     
  • Möchten Sie mehr miteinander und füreinander beten?
     
  • Denken Sie, dass die eigene Pfarre mehr auf die Armutsbetroffenen achten soll? Suchen Sie nach Inspiration, wie Kinder und ihre Eltern, Jugendliche, Männer in der eigenen Pfarre begleitet werden können?
     
  • Möchten Sie in Ihrer Pfarre neue musikalische Ausdrucksformen finden?
     
  • Wollen Sie darüber nachdenken, wie man Neue in der Pfarre willkommen heißen kann?
     
  • ...

Der 2. „Inspirationstag“ am 26. April im Wiener Kardinal König Haus möchte Sie unterstützen mit Ideen, Impulsen und erprobten Praxisbeispielen für eine wachsende Kirche.

Der SONNTAG sprach mit Andreas Boppart (Missionsleiter von „Campus für Christus“, Schweiz und Österreich), der beim Inspirationstag zwei Impulsvorträge halten wird. Dabei wird es um einen zweifachen Schwerpunkt gehen: Wie ich als Christ/in und als (Pfarr-)Gemeinde Frucht bringen kann.

 

Warum ist die Christus-Beziehung wesentlich für das Christsein?


Da können wir genauso gut Franz Klammer fragen, ob er nicht auch ohne Skis hätte skifahren wollen, oder bei Red Bull nachfragen, ob sie nicht was anderes verkaufen könnten als Energie-Drinks, um dann gleich noch bei Apple das iPhone aus dem Sortiment zu nehmen.

 

Christus ist das Zentrum, denn durch Christus wurde Gott für uns „greifbar“. Er selbst ist uns in Christus nahe gekommen. Ohne diese lebendige Beziehung zu Christus verkommt der christliche Glaube zu einer leblosen Hüllen-Religion.

 

Oder um mich den Worten des Paulus zu bedienen: „Christus ist unter euch, die Hoffnung auf Herrlichkeit.“

 

Wie ermöglichen wir den Menschen diese persönliche Beziehung zu Christus?


Wir müssen da überhaupt nichts ermöglichen – diese persönliche Beziehung ist ja das, was Gott selbst uns durch seine Menschwerdung in Christus ermöglicht hat. Es gehört für mich zu den wunderbarsten Geheimnissen des Lebens und Glaubens.

 

Das Beste, was wir für andere Menschen tun können, ist unsere Gottes-Beziehung authentisch und sichtbar zu leben und uns immer wieder selbst ganz ehrlich der Frage zu stellen, die Jesus seinem Freund Petrus gestellt hatte: „Hast du mich lieb?“

 

Jesus begnügt sich bei unserer Antwort nicht mit einem: „Klar, ich geh ja zur Kirche, ich bete ja ab und zu, ich lese ja mal was in der Bibel…“

 

Die simple Frage ist nicht, was wir alles tun, sondern: Haben wir ihn wirklich lieb?

 

Wie können wir in den Gemeinden Früchte bringen?


Es braucht ein massives Umdenken auf allen Ebenen. Es braucht eine geistliche Leiterschaft, die freisetzt. Es benötigt aber auch eine Masse an Menschen, die nicht einfach nur zur Kirche gehen, sondern die Kirche aus sich heraus leben.

 

Traditionen sind hilfreich und ein Segen, aber es sind die Gemeinden, die leben, bei denen es nicht einfach um das Aufrechterhalten von Systemen, Traditionen und Formen geht, sondern wo die lebendige Botschaft zentral ist, nämlich Christus der Auferstandene.

 

Was bedeuten in diesem Zusammenhang  Gebet, Jüngerschaft, Mission?

 

Kirche ohne Gebet, Jüngerschaft und Mission ist wie mein Heimatland, die Schweiz, ohne Schokolade, Käse und Heidi. Gebet, Jüngerschaft und Mission sind alles ein Ausdruck unserer Liebesbeziehung mit Christus, eine Reaktion auf Gottes „Ich habe euch zuerst geliebt“. 

 

Eine Kirche, die nicht betet, wird nichts bewegen. Eine Kirche, die nicht bejüngert, wird kein Leben hervorbringen. Eine Kirche, die sich nicht als gesendet sieht, so wie Christus gesendet war (Johannes 20,21), hat keine Existenzberechtigung – den sie erfüllt ihren Zweck nicht: Hoffnung und Licht in diese Welt hineinzutragen.